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Flensburger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 09:53 Uhr

Hürup : Die Jugend setzt auf Apps für alle

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Nachwuchs im Amt Hürup will eine bessere digitale Vernetzung bestehender Angebote, den Ausbau der Radwege und bezahlbare Wohnungen.

Die Einrichtung und Nutzung von Apps mit den entsprechenden Angeboten im Hintergrund, etwa für Mitfahrmöglichkeiten oder Aktivitäten der Jugendarbeit, sollen künftig das Leben von Jung und Alt im Amt Hürup erleichtern. Auch sanierte und auszubauende Radwege, neue und bezahlbare Wohnungen sowie ein Integrations-Kindergarten zählen zum Wunschkatalog, den die rund 40 Teilnehmer des Jugendworkshops zum Entwicklungsplan im Amt Hürup aufstellten.

„Wichtig ist, sich einzubringen“, freute sich Amtsvorsteher Jan-Niels Klindt abschließend über das große und kreative Engagement der jungen Einwohner aus verschiedenen Jugendgruppen. „Ihr habt ein Stück Zukunft mitgestaltet. Super, dass Ihr Euch solche Gedanken gemacht habt.“ Da sei sicherlich „der eine oder andere Baustein für unseren Amtsentwicklungsplan dabei“. Klindt begrüßte die Ideen der Jugend zunächst einmal rein grundsätzlich, ohne die finanzielle Konsequenzen zu bewerten. Vielleicht lasse sich das eine oder andere sogar relativ rasch realisieren. „Und vielleicht gibt es ja eine Super-App, die alles macht.“ Doch sei stets zunächst der Amtsausschuss gefragt.

Die Jugendlichen selbst hatten bei der Präsentation ihrer Ideen davon gesprochen, dass die Finanzierung wohl das größte Problem sei. Im gemeinschaftlichen Gespräch, dann in drei Gruppen wurden die Projekte innerhalb von gut vier Stunden erarbeitet und den Bürgermeistern und deren Vertretern aus den sieben Orten präsentiert. Moderiert wurde der Workshop von Camilla Grätsch und Franziska Lehmann von den Planungsbüros proloco und GRzwo. Zudem begleiteten Amts-Jugendpfleger Jan Andresen und die Jugendleiterin der Pfadfinder, Merle Dereschewitz, die Arbeit im „Entwicklungslabor“.

Ideal sei eine Hürup-App, die kombiniert mit weiteren sozialen Medien die regionalen Angebote aller Jugendorganisationen miteinander verbindet, schlug Rasmus Graf aus dem Teilnehmerkreis vor. Darüber könnten sich außer den jungen Menschen auch Erwachsene informieren.

Die Idee von einem integrativen Kindergarten stellte Bjarne Suwe vor. Diese Einrichtung könnte von Kindern von Flüchtlingen sowie Kindern mit Benachteiligungen genutzt werden. Offen sollte der Kindergarten natürlich auch für alle anderen interessierten Familien sein. „Das beugt Rassismus vor, fördert Toleranz und bringt kulturelle Vielfalt.“

Historische Gebäude wie alte Resthöfe in den Dörfern des Amtes durch Sanierung zu schützen und zu bewahren, sie bewohnbar machen, forderte Torge Langmaack als einer der Sprecher der Arbeitsgruppe Wohnen. Auch seien Doppelhaushälften und mehr Einliegerwohnungen notwendig. „Das bringt Chancen für Landwirte und führt zur Verjüngung der Dörfer.“ Doch lasse sich dies sicherlich nur mit entsprechender Förderung realisieren.

Kommunale E-Bikes in jedem Dorf, die per App geliehen und auf einem zu verbessernden Radwegenetz gefahren werden, lautete ein weiterer Vorschlag. „Das vergrößert die Chance, dass Pendler bewegt werden, auf Fahrräder umzusteigen“, meinte Eicke Gausebeck von der Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr. „Auf sanierten Radwegen wird die Sicherheit erhöht, denn es ist wirklich nicht schön, weiterhin über Hoppelpisten fahren zu müssen.“

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