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Flensburger Tageblatt

18. August 2017 | 18:34 Uhr

Workshop : Die Jugend erfindet den Hafen neu

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Herbstprogramm im Schifffahrtsmuseum: Internationaler Workshop mit Künstlern sowie Spiel- und Spaßangebote

Wie funktioniert eine Dampfmaschine? Wie sah der Alltag einer Seefahrerfamilie aus? Welche Berufe gehören überhaupt zur Seefahrt? Die Antworten auf solche Fragen können Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren in den Herbstferien herausfinden. Das Schifffahrtsmuseum bietet zum fünften Mal ein Ferienprogramm für Kinder unter dem Motto „Ferienspaß im Museum“ an. Von Dienstag bis Freitag, 21. bis 24. Oktober, können sie von jeweils 10 bis 12.30 Uhr an Workshops teilnehmen und kleine Exkursionen besuchen. Es gibt viel zu entdecken, auszuprobieren und zu basteln.

Der Dienstag steht ganz im Zeichen der Dampftechnik. Zwei Maschinisten bringen den Kindern die Dampfmaschine näher und lassen sie auch selbst experimentieren. Mittwoch bekommen die jungen Besucher die Gelegenheit, anhand der Ausstellung „Schöne Grüße aus Singapur“ den Alltag einer Seefahrerfamilie nachzuvollziehen und ganz persönliche Postkarten zu gestalten und zu drucken. Donnerstag erfahren die Kinder alles über Berufe auf See und an Land, am Brückensimulator können sie auch mal selbst das Steuer übernehmen. Am Freitag wird das Museum auf den Spuren der großen Flensburger Kaufmannsfamilien erkundet. Alternativ können die Kinder auch von Dienstag bis Donnerstag Schiffe aus Karton basteln – sowohl kleine als auch größere Modelle.

Am Mittwoch wird das Programm nachmittags um einen kostenfreien Workshop für Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren ergänzt. Dieser beschäftigt sich von 13 bis 17 Uhr mit dem Thema „Zukunft Hafen“. Im Rahmen des Ferienprogramms verortet soll er als Kick-off für das Projekt „Future Port Cities“, betreut von den freischaffenden Künstlern Christiane Limper, Johannes Caspersen und Rick Towle, dienen. Das Projekt zur Talentförderung von Jugendlichen wird von den Schifffahrtsmuseen Flensburg und Apenrade initiiert, in Kooperation mit der Phänomenta. Gefördert wird es von der Kulturregion Sønderjylland- Schleswig. Bei diesem Projekt sollen junge Menschen bis 2016 die Möglichkeit bekommen, ihre Visionen der Häfen von Flensburg, Apenrade, Sonderburg und Husum zu entwickeln: Wie sieht das zukünftige Leben an den Küsten der Region aus? Hat der klassische Hafen eine Zukunft? Was für Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Küstenstädte?

Mit solchen Fragen werden sich die Jugendlichen nach dem ersten Workshop an drei bis vier Terminen pro Jahr beschäftigen. Die Ergebnisse sollen dann 2016 in einer Ausstellung präsentiert werden. Christiane Limper ist begeistert von dem Projekt: „Wir arbeiten auf eine spannende, innovative Ausstellung hin. Was die Jugendlichen machen, soll ernst genommen werden – sie sind die Zukunft.“ Und Johannes Caspersen ergänzt: „In Zukunft werden das ihre Häfen sein. Wir müssen in anderen Bahnen denken, tabula rasa. Es geht darum, Ideen zu haben und umzusetzen, nicht darum, etwas Vorgegebenes zu bearbeiten. Jeder, der meint, er könne etwas mit dem Thema Hafen anfangen, soll sich anmelden.“

Anmeldungen sowohl für das Herbstprogramm als auch für den Schnupper-Workshop sind möglich unter 0461/852970 oder per E-Mail: schifffahrtsmuseum@flensburg.de. Nähere Informationen zu dem Projekt „Future Port Cities“ gibt es im Internet unter www.future-port-cities.eu. Die Teilnahme kostet pro Tag fünf Euro, zuzüglich zwei Euro Materialkosten für das Postkarten-Basteln. Am Projekt „Future Port Cities“ können die Jugendlichen kostenlos teilnehmen.

 

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erstellt am 26.Sep.2014 | 12:30 Uhr

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