Liedgut : Die Hymne für Flensburg

Die Macher des Flensburg-Liedes: Andreas Fahnert (l.) und Michael Backens in dessen Tonstudio. Foto: Staudt
Die Macher des Flensburg-Liedes: Andreas Fahnert (l.) und Michael Backens in dessen Tonstudio. Foto: Staudt

Husum hat sein Lied, Hamburg auch, und jetzt bekommt Flensburg einen eigenen Song. Etliche bekannte Persönlichkeiten singen mit. Premiere ist am Sonntag beim Neujahrsempfang.

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09. Januar 2009, 11:21 Uhr

Flensburg | Keine Frage, die Nummer ist eingängig, schleicht sich sofort ins Ohr, ist leicht mitzusingen - Mainstream im positiven Sinne. Etwas Gitarre, ein bisschen Akkordeon, sanftes Schlagzeug, mal eine Geige: Das Flensburg-Lied ist eine Mischung aus Folk und Pop. Das Flensburg-Lied eignet sich für das Stadtfest, aber auch für die Campushalle.

"Die Idee wurde bei unserem donnerstäglichen Männerfrühstück geboren", berichtet Andreas Fahnert, der den Text schon vor geraumer Zeit geschrieben und in der Schublade liegen hatte. Zusammen mit seinen Musiker-Kollegen Frank Weiner und Michael Backens hockt er jeden Donnerstag bei Kaffee und Brötchen zusammen und schnackt über Gott, die Welt und - Flensburg. Dann stand das 725-Jahre-Flensburg-Jubiläum vor der Tür, und plötzlich reifte die Erkenntnis. "Diese Stadt braucht einen Song!"
Eine Zeile auf Dänisch
Gesagt, getan: Michael Backens und Frank Weiner, wie Fahnert Urgesteine der Flensburger Musikszene, komponierten ihn. Der Clou ist jedoch, dass nicht nur das Frühstückstrio ins Studio ging, sondern eine ganze Reihe Flensburger Aushängeschilder aus unterschiedlichen Bereichen des Flensburger Lebens. Und so fand sich eine illustre Gesellschaft in Michael Backens Studio in Mürwik ein: Doris Müller, Renate Delfs, Stella Lüthje, Dirk Magnussen und Michael Wempner (NDB), Axel Stosberg (heute Ohnsorg-Theater), Knud "Cuddl Blues" Jensen, Hannes Wendt, Mollo Lorenzen, Kiki Wolff, Pete Sage und Frank Rühmann (Musikszene), Kim Schmidt (Zeichner), Käptn Wolfgang Weyhausen ("Alexandra"), Gyde und Folke Schmidt (die Zwillinge) und Jan Holpert (SG-Urgestein). Noch dazugemischt wird eine Songzeile auf Dänisch, die Lars Christiansen nach seiner Rückkehr von der Handball-WM singen soll.

Beim Neujahrsempfang am Sonntag im Deutschen Haus wird die Hymne erstmals öffentlich präsentiert. In Planung ist auch eine CD; mit dem Verkaufserlös soll eine karitative Organisation unterstützt werden, die bisher noch nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht und eher selten mit Spenden bedacht wird. Um den Erlös möglichst ungekürzt weiterleiten zu können, wird noch ein Sponsor gesucht, der sich an den Kosten der Produktion beteiligt.
Das Flensburg-Lied
Ja ich hab’ dich gesehen und bin seitdem verliebt
Denn du bist klasse, nicht zu groß und nicht zu klein
Du protzt nicht rum und bist auch ohne Schminke schön
Mein ganzes Leben möchte ich immer bei dir sein
Deine Hügel und dein Charme sind genau das, was ich mag,
Deine Schönheit fasziniert mich Tag für Tag
Flensburg – schönste Stadt der Welt
Leben wie’s gefällt in Flensburg
Flensburg – hier sind wir zu Hause
Komm und leb’ dich aus in Flensburg
In deiner Dauerwelle kann man baden gehen
Selbst im Urlaub bleibe ich bei dir.
Du kennst dich super aus beim Sex und beim Verkehr
Sprichst zwei Sprachen, trinkst Wasser, Rum und Bier
Ja mit dir da hat man Spaß auch ohne Taschen voller Geld
Spielst für mich den besten Handball auf der Welt
Flensburg – schönste Stadt der Welt . . .
Dine bakker og din charme er lige det jeg kan lideog din skønhed faszinerer mig hver dag

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