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Flensburger Tageblatt

18. August 2017 | 03:18 Uhr

Die ganze Welt in der Schule

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schule Augustenburg bietet ihren Schülern Fremdsprachen-Programm von Deutsch bis Chinesisch

Das war schon ein harter Brocken für die 25 Siebtklässler der dänischen Schule in Augustenburg: Gerade mal einen Monat haben die Schüler Deutsch auf dem Stundenplan und knapp haben sie die ersten Brocken gelernt, schon wurden sie in die Deutsche Schule Sonderburg transportiert, um dort von einer wildfremden Lehrerin ausschließlich auf Deutsch angesprochen zu werden.

Einige schauten denn auch anfangs etwas ratlos in die Gegend und freuten sich regelrecht, als ihre bekannte Deutsch-Lehrerin ihnen die Aufforderungen der Global-Lehrerin Christina Riedel übersetzte, erst einmal alle Taschen in die Ecke zu stellen und die Schuhe auszuziehen.

So begann das Projekt Global House, dessen deutsche Abteilung in einem Klassenraum der Deutschen Schule Sonderburg abläuft. In den nächsten sechs Monaten werden alle Siebtklässler aus der ganzen Kommune dort einen Tag lang von 8.30 bis 13.30 Uhr an die für sie noch völlig fremde Sprache herangeführt und sie lernen das Land südlich der Grenze ein wenig kennen. Das geschieht spielend – unter anderem auch in der Sporthalle. In den Pausen können sie sich mit den anderen Kindern auf dem Schulhof unterhalten.

Das von der Kommune finanzierte Projekt soll die Schüler auf eine globalisierte Welt vorbereiten. Dazu gehört eine fremde Sprache und nicht zuletzt auch Verständnis für andere Kulturen.

Global-Lehrerin Christina Riedel machte die Augustenburger Kinder gleich zu Beginn darauf aufmerksam, dass sie Gäste der Deutschen Schule Sonderburg sind. Und Handys bleiben an der DSS im Klassenzimmer – auch in den Pausen. Gegessen wird nur draußen. „So macht man das hier“, erklärte Christina Riedel, die von der Kommune für diesen Deutsch-Unterricht angestellt wurde. Sie wird alle Global-Klassen an der DSS betreuen. Projektkoordinatorin ist Maj Britt Andreasen. Sie erhofft sich viel von Global House. „Wenn die Schüler auch nur ein paar Worte einer anderen Sprache mehr sprechen können, wenn sie wieder nach Hause gehen, dann hat es schon was gebracht“, meint die Koordinatorin.

Die eintägigen Schnuppertage sind nur der Anfang des Projektes Global House. Das Projekt wird mit Thementagen fortgesetzt, zu denen sich die Schulen dann selbst anmelden können. Vielleicht möchte man einen Kontakt zu einer Schule in Österreich schaffen oder mit Schülern in London chatten. Das Global House soll den Horizont der Kinder erweitern.

Das Global House hat seinen Sitz bislang an der Deutschen Schule Sonderburg und an der International School, an der Englisch unterrichtet wird. Im Herbst kommen in Zusammenarbeit mit der Jugendschule auch Spanisch und Chinesisch hinzu.

Schulleiterin Susanne Kraus freut sich. „Es ist interessant und spannend. Wenn die Offenheit da ist, dann wird auch eine Zusammenarbeit kommen“, ist die Schulleiterin sicher, die sich vorab schon mal freut, dass die deutsche Sprache gestärkt wird.


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erstellt am 26.Sep.2013 | 11:00 Uhr

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