Die "Festmacher" des Dampf-Rundum

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28. Juli 2009, 04:59 Uhr

Flensburg | Mit rund 350 000 Besuchern in der Stadt war das 9. Dampf-Rundum ein voller Erfolg. Ohne die drei "Festmacher" wäre dieser Erfolg gar nicht möglich. Sie sind dafür verantwortlich gewesen, dass die 15 Schiffe und Museumsdampfer im Hafen fest- und wieder losgemacht wurden.

Seit dem ersten Dampfrundum dabei ist Hans-Peter Thun (72). Ab halb 8 Uhr morgens heißt es für ihn "Leinen los und Leinen fest" - und das alle viertel Stunde. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau "Tally" (51), da gerade die größeren Schiffe einen höheren Aufwand erfordern. Jens Behrmann (20) kümmert sich schon zum zweiten Mal um die kleineren Schiffe.

"Die sogenannte Wurfleine wird von Bord an Land geworfen. Wir binden dann das daran befestigte Seil an den Poller.", sagt Thun.

Um 20 Uhr wird es dann ruhiger, aber die Füße brennen. Bis zum diesjährigen Dampfrundum verlief die Arbeit unfallfrei, nun klagt "Tally" über eine Knieverletzung am Meniskus. Die drei Flensburger Festmacher betonen aber trotz der anstrengenden Arbeit, was für ein Riesenspaß es sei: "Wir freuen uns immer auf ein Wiedersehen und gelten als die besten Festmacher im Norden." Auch dass die drei immer wieder an Deck gebeten werden, zum Beispiel zum Essen, dient als Motivation.

Die Vorfreude auf das 10. Dampfrundum 2011 ist groß. "Hoffentlich gehen die zwei Jahre schnell vorbei...", sagt Thum.

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