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Flensburger Tageblatt

22. November 2017 | 10:25 Uhr

Süderbrarup : Die Eisenbahn soll weiter dampfen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Süderbrarup und Kappeln wollen mit der Gründung eines Zweckverbandes für den Erhalt der Attraktion sorgen.

Es geht um den Erhalt der Museumsbahn als touristische Attraktion: Dies unterstrich Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu bei der Beratung der Gemeindevertretung zur Gründung eines Zweckverbandes Kreisbahntrasse. Die Vorgeschichte hierzu ist lang. Für die Angelner Dampfeisenbahn ist der Schienenstrang zwischen Kappeln und Süderbrarup lebenswichtig. Der Kreis hat bereits seit Jahren das Interesse an der Erhaltung seiner Liegenschaft verloren und deutlich gemacht, dass man kein Geld mehr investieren werde. Nach vielen Beratungen haben die Stadt Kappeln und die Gemeinde Süderbrarup jetzt die Federführung zur Erhaltung der Strecke übernommen, indem sie die Bahntrasse im Rahmen eines Zweckverbandes als Eigentümer übernehmen wollen. Ziel des Zweckverbandes ist die Verwaltung der kommunalen Zuschüsse.

Diskutiert wurde in den beteiligten Gemeinden auch die Frage der Übernahme des Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmens, das die Trasse betreibt, in den Zweckverband. Der Kreis hat davon abgeraten, da die Gemeinden dann für den Zustand der Infrastruktur haften und damit die Gesamtkosten nicht abzuschätzen sind. Im Auftrag der beteiligten Gemeinden hat die Stadt Kappeln trotzdem einen Entwurf für die Verbandssatzung erstellt, die Grundlage für die weiteren Gespräche sein soll. Süderbrarups Gemeindevertreter nahmen die Vertragsentwürfe zustimmend zur Kenntnis.

Über finanzielle Unterstützung kann sich der TSV Süderbrarup freuen: „Wir wollen mit diesen Beschlüssen deutlich machen, wie wichtig der Sportverein für die Gemeinde ist.“ Was CDU-Fraktionschef Johannes Jensen formulierte, zahlt sich für den Sportverein jetzt aus. Hintergrund ist das große sportliche Angebot und die dazu benötigte Infrastruktur. Es sind nicht genügend Umkleide- und Sanitärräume mit Duschen vorhanden. Daher hat der Vorstand aus dem Bestand der landeseigenen, nicht mehr benötigten Flüchtlingscontainer, zwei Wohn- und einen Sanitärcontainer beantragt. Die Gemeinde erklärte sich bereit, für den Transport nach Süderbrarup und die Schaffung der Infrastruktur für das Aufstellen der Container auf dem Jahnplatz 10 500 Euro zur Verfügung zu stellen. Einen Zuschuss in Höhe von 1650 Euro erhält der TSV für die Reinigung des Vereinsheimes in diesem Jahr, da die Pächterin aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vertrag ausgestiegen ist.

Der Beschluss der Vertretung, für die Straße „Am Steineck“ keine Verkehrsbeschränkungen bei der Verkehrsbehörde zu beantragen, wird bei den Anwohnern auf Kritik stoßen. Sie befürchten, dass ihre Straße von großen Lkw als Zufahrt für das neue Baugebiet „Pleistruper Straße“ genutzt wird. Um dies zu verhindern, soll die Straße für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt werden. „Dann dürften neben Autos nur noch Müllfahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr die Straße nutzen“, sagte Bürgermeister Friedrich Bennetreu mit dem Hinweis auf den Beschluss des zuständigen Ausschusses, dass die Straße ohne Einschränkung dem öffentlichen Verkehr gewidmet sei.

Eine negative Nachricht hatte der Bürgermeister für den örtlichen Kleingartenverein. Dieser möchte für seine 18 Mitglieder ein Vereinshaus in der Kleingartenanlage Westenstraße errichten. Die Baubehörde des Kreises verlangt dafür einen Bebauungsplan. Alleine die Planungskosten werden etwa 20 000 Euro betragen, erklärte der Bürgermeister und machte deutlich, dass die Gemeinde diese Kosten nicht übernehmen werde.

Für Süderbrarups Hundebesitzer hat die Fusion mit den Gemeinden Brebel und Dollrottfeld einen positiven Effekt. Im Fusionsvertrag wurde vereinbart, die Satzungen der drei Gemeinden anzugleichen. Dazu gehört auch die Hundesteuersatzung. Die Steuer wurde auf 60 Euro festgelegt, das sind 30 Euro weniger als bisher.

Der Bürgermeister informierte auch über den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle am Bahnhof. Die Gemeinde ist zum Ausbau verpflichtet und will diese bauliche Maßnahme im Zusammenhang mit dem barrierefreien Umbau des Bahnsteigs 1 im Bahnhof verbinden.


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