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Live-Musik in Flensburg : Die Combo für die Musik der Seele

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Santiano-Frontmann Björn Both kommt am Osterdienstag mit seinem Bandprojekt Sangit nach Flensburg

Die Bands fangen beide mit „San“ an und haben den gleichen Basser und Frontmann. Auch an den Keyboards und am Schlagzeug tauchen die gleichen Gesichter auf. Doch das war’s dann auch mit den Gemeinsamkeiten von Santiano und Sangit, der bundesweit erfolgreichen Rockband mit Salz- und Windgeruch und dem Insidertipp aus dem Norden Schleswig-Holsteins. Am Dienstag nach Ostern kommt Santiano-Frontmann Björn Both mit seiner „kleinen“ Band in die Imagine Bar im Deutschen Haus.

Vor ein paar Tagen noch kreuz und quer durch Südafrika gereist: Fotoshooting für das neue Santiano-Album, das am 22. Mai vorgestellt wird. Dann wieder zurück ins kalte Schleswig-Holstein, nach Berlin zur Echo-Verleihung – und dann beginnt die kleine Sangit-Tour, das große Kontrastprogramm zur großen Bühnenshow vor Zehntausenden, die dann im Sommer wieder auf der Agenda steht.

Wer Björn Both wirklich kennenlernen will, sollte sich Sangit anhören. Denn Both, der bärtige, stets raubeinig und raustimmig daher kommende Bass-Berserker, hat auch eine ganz andere Seite – und einen anderen Namen. Both ist Sangit Mayid, ein waschechter Sanyassin mit einem starken Hang zur Spiritualität, zu Goa und Transzendenz, und den passenden Soundtrack dazu schreibt er seit 2010 mit der Band, die sich erst nach und nach rund um das Soloprojekt Sangit formte.

Der Tod des Vaters, das Ende einer Beziehung, die Auflösung seiner ersten, sehr erfolgreichen Band Late September Dogs, ein schwerer Unfall – das war selbst für einen Kerl wie Björn Both zu viel. Doch er begann, an sich zu arbeiten, über das Scheitern nachzudenken, das Mann-sein neu zu interpretieren. „Warum scheiterst du immer an den gleichen Punkten?“, habe er sich gefragt.

Sangit entstand quasi am Lagerfeuer, als sein Freund Michael Kelmer, der in Flensburg gut vernetzte Gitarrist, wieder die Musik in ihm wach küsste. Das erste Album „Where the Thundergiants sleep“ entstand 2011. Erst nach und nach baute er eine Band drumherum. Neben Kelmer und dem Didgeridoo-Spieler Jürgen Breuninger hat Both sich praktischerweise die Santiano-Kollegen Marco Moeller (Drums) und Arne Wiegand (Keyboards) mit in die Band geholt. „Wenn die nicht können, kann ich auch nicht.“

„Wir frönen der Liebe zum alten rauchigen 70er-Sound mit dicken Orgeln und Fusion-Jazz-Anleihen. Das groovt richtig geil.“ Er genieße es, keine Kompromisse mehr mit Blick auf die Einnahmen machen zu müssen. „Da darf das Solo dann auch mal ein bisschen länger sein.“

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erstellt am 02.Apr.2015 | 16:08 Uhr

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