Schiffe, Helikopter, Soldaten : Die Bundeswehr zum Anfassen

Runter zum Anleger: Die Marineschule bot ein beeindruckende Kulisse für die Bundeswehr-Schau. Fotos: Dewanger
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Runter zum Anleger: Die Marineschule bot ein beeindruckende Kulisse für die Bundeswehr-Schau. Fotos: Dewanger

Marineschule Mürwik öffnete Tore für Besucher

shz.de von
11. Juni 2018, 07:10 Uhr

Überall Soldaten, Panzer und Hubschrauber. Am Übungsmast der „Gorch Fock“ an Land klettern Soldaten der Marine. Nicht weit entfernt springen Kinder ausgelassen auf einer Hüpfburg, während die Eltern an einem der vielen Stände Speisen und Getränke besorgen. Die Bigband der Bundeswehr sorgt für Musik, während ein Boot-Shuttle Besucher von der Hafenspitze zur Marineschule bringt - und wieder zurück.

Am Sonnabend fand zum vierten Mal der „Tag der Bundeswehr“ statt. An 16 Standorten deutschlandweit hat die Bundeswehr alle Interessierten eingeladen, einen Blick hinter ihre Türen zu werfen. Zum zweiten Mal fand dieser Tag auch in Flensburg statt – erstmals im Jahre 2015. „Wir möchten uns an erster Stelle als attraktiven Arbeitgeber präsentieren“, erklärt Fregattenkapitän Tim Gabrys, Presse-Offizier der Marineschule. An diesem Tag würde das breite Spektrum der Bundeswehr aufgezeigt werden. Außerdem solle das Gespräch zwischen Bürgern und Soldaten ermöglicht werden. „Ich bin positiv überrascht, wie offen die Leute auf die Soldaten zugehen“, so Gabrys.

Rund 500 Uniformträger – von Marine, Luftwaffe und Bodentruppen – waren am Sonnabend vor Ort und verschafften den Besuchern Einblicke in ihre Arbeit. Zudem sorgten zahlreiche Vereine und Verbände für umfassende Informationen, etwa zu den Themen Ausbildung und Studium, oder zeigten verschiedene Möglichkeiten für Reservisten auf. Fahrzeuge und Fluggeräte konnten ebenso besichtigt werden wie die Räumlichkeiten der Marineschule. Ein Quiz zur Außen-und Sicherheitspolitik sorgte spielerisch für (neues) Wissen.

„Nutzen Sie den Tag, stellen Sie Fragen und schauen Sie hinter jede Tür“, fordert Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf, deren Ansprache vom Standort Oldenburg aus auf eine Leinwand übertragen wurde. Sie bedankte sich bei den „Männern und Frauen der Bundeswehr“, ohne die kein Einsatz möglich wäre. Sie wisse jedoch, dass noch viel investiert und viele Lücken geschlossen werden müssten, aber dies sei kein Grund, keinen Stolz auf die Bundeswehr zu zeigen.

Weniger stolz zeigten sich hingegen einige Demonstranten, die sich vor dem Eingang der Marineschule positioniert hatten und Informationsbroschüren verteilten. „Das hier ist kein Freizeitpark, sondern ein Ort, wo Krieg beginnt“, so Siglinde Cüppers von der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“. Die zahlreichen Besucher an diesem Tag zeigten sich davon jedoch meist unbeeindruckt.




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