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Mittelangeln : „Die Bürgschaft“ in einem neuen Gewand

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Mittwoch und Freitag zeigen die Schüler des Bernstorff-Gymnasiums, was sie geprobt haben.

Mittelangeln | Experimentelles Theater gehört seit Jahren zum Bernstorff-Gymnasium in Satrup. Mal heiter, mal ernst und immer mit hoher Professionalität und hohem Engagement gespielt.

In diesem Jahr hat Marcus Noll, Lehrer für Darstellendes Spiel, eine neue Truppe formen müssen. Die erste große Herausforderung für die junge Schauspieltruppe aus Schülerinnen und Schülern des elften bis dreizehnten Jahrgangs war die Auswahl des Stückes. Dabei trafen hier unterschiedliche Auffassungen aufeinander. Was soll gespielt werden, soll es eine Tragödie oder Komödie sein? Geschickt ist man in diesem Jahr der Frage aus dem Weg gegangen und hat mit einer „Dramödie“ einen Weg gefunden, viele Facetten des darstellenden Spiels einzubauen. Zunächst klingt die Auswahl einfach. „Die Bürgschaft“ von Friedrich Schiller hat Pate gestanden. Karlheinz Frankl hat aus der „Bürgschaft“ das Spielstück „Bürgen schafft“ gemacht. Mit „Bürgen schafft“ im Hinterkopf hat sich die 17-köpfige Gruppe eigene Gedanken zur Umsetzung gemacht. Heraus gekommen ist ein Stück mit einer langen Überschrift: „Thorsten Lisbeth von Rackbatt – Mein Stück“.

„Eine Komödie wollten wir nach 2016 nicht schon wieder“, begründet Ashley Schäfing die Auswahl, und Oke Wende bekennt, dass man trotzdem auf komödiantische Elemente nicht verzichten wollte, weil sie die Freude am Spiel steigern. „Die Zuschauer wollen bei aller Gesellschaftskritik auch mal lachen“, bringt es Ove Brandt auf den Punkt. Das Ende der Schulzeit vor Augen, einen neuen Lebensabschnitt vor sich, da besteht Anlass, die Gesellschaft kritisch zu betrachten. Das wollen die Schüler auch, aber auch Denkanstöße geben und vor der Darstellung heute handelnder Personen nicht zurückschrecken, berichtet Ashley Schäfing. „Die Bürgschaft“ sei lediglich der rote Faden, so Saskia Schreiber.

Es geht in dem aktuellen Stück um den Tyrannen Thorsten Lisbeth von Rackbatt, den Damon vergeblich ins Jenseits befördern wollte. Um seinem Freund Beppo, der als Geisel für ihn zurückbleibt, das Leben zu erhalten, erlebt Damon Spannendes. Und was will eigentlich der Tyrann, fragt sich das Publikum , wenn Thorsten Lisbeth twitternd, tanzend und singend über die Bühne tobt.

Fragen über Fragen, die morgen und am Freitag ab 19.30 Uhr in der Aula des Bernstorff-Gymnasiums aufgelöst werden.

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erstellt am 13.Jun.2017 | 14:17 Uhr

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