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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 13:48 Uhr

Schloss Glücksburg : Dialog der Kunst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Malerei und Grafik von Künstlern aus Norwegen, Dänemark und Deutschland sind in der Orangerie des Schlosses Glücksburg zu sehen.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 18:01 Uhr

Der Galerist Per Lyder Dahle zeigt erneut einige Arbeiten norwegischer, dänischer und deutscher Künstler in Glücksburg. In zwei Räumen der Orangerie des Schlosses hat der Norweger Malereien und Grafiken gehängt, darunter sind Bilder von Ragnvald Hovda, dessen Werke in vielen Museen Skandinaviens zu finden sind. War der an der Westküste Norwegens aufgewachsene Künstler in jungen Jahren in der Farbwahl noch verhaltener, wurden seine Farben mit zunehmendem Alter immer kräftiger, wie Dahle berichtet, der in Glücksburg persönlich Auskunft gibt.

Hovdas Bilder sind zum ersten Mal in der Orangerie zu sehen, so auch die Werke von Peder Hiro Brestrup. Die Arbeiten des Sohnes eines Norwegers und einer Japanerin lassen den einen oder anderen Besucher innehalten, wieder andere werden die farbenfrohen Arbeiten von Frans Widerberg und Sohn Nico Widerberg vorziehen.

Wie schon in den vorigen Ausstellungen, die Dahle seit dem vergangenen Jahr zeigte, präsentiert er auch dieses Mal Künstler verschiedener Nationalitäten an einer Wand. Zum ersten Mal dort zu sehen sind die Arbeiten von Bettina Hachmann. Sie versteht es, Papier so zu behandeln, dass der laienhafte Betrachter an gestaltetes Metall denken mag, wenn er die grau-dunkel-geritzten tiefen Ebenen erkundet. Hachmann ist die Tochter von Konradine Limper aus Munkbrarup, die ihre Keramikkunst zuvor in der Orangerie ausstellte und damit auch – zusammen mit ihrer Tochter – in Dahles Galerie in Dänemark zu Gast gewesen ist, wie der nicht ruhen wollende Norweger berichtet.

Unter seiner Ägide erlebt Ursula Buchholz eine Premiere. Die Glücksburgerin ist mit ihren regionalen Landschaften präsent, die sacht in Öl gehalten sind. Den Kontrapunkt bietet Halvor Lindahl mit seinen norwegischen Landschaften.

Erneut nehmen tiefgründige Grafiken des Dänen Stefan Bannow eine Wand für sich ein. Seine sozialkritischen Arbeiten kommen auf den ersten Blick düster daher und bieten Feingründiges und Feingedachtes. Schräg gegenüber leuchten die „spanischen Fliegen“ des Norwegers Arild Heimen in den Raum hinein. Heimen und Bannow waren bereits persönlich in Glücksburg.

Wie Bannow, Heimen und die Widerbergs war auch Grete Marstein schon vertreten. Den Übergang von der zurückliegenden Schau mit Malerei von ihr zu den nun präsentierten Grafiken schafft der Galerist mit dem leicht leuchtenden letzten Bild der Serie „Dialog“. Der Titel mag für die Ausstellung stehen.


Bis zum 18. Oktober, täglich geöffnet von 12 bis 17 Uhr.

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