Diako eröffnet Millionen-Baustelle

„Lasst uns das Werk beginnen!“ Diako-Rektor Wolfgang Boten (vorne) und Finanzvorstand Karl Heinz Vorwig (links im Hintergrund) bei der Grundsteinlegung.
„Lasst uns das Werk beginnen!“ Diako-Rektor Wolfgang Boten (vorne) und Finanzvorstand Karl Heinz Vorwig (links im Hintergrund) bei der Grundsteinlegung.

Grundsteinlegung für Neubau und Altbausanierung des Albertinenstifts in Harrislee / 20 weitere Pflegeplätze entstehen

shz.de von
26. Juli 2014, 08:21 Uhr

Albertine von Lüderitz hätte zweifellos Freude an diesem Tag gehabt. Feinstes Sommerwetter, ihre Leutchen bestens versorgt und die Aussicht auf Kartoffelsalat und Würstchen am Ende der Zeremonie. Mit gut 150 Gästen feierte die Diako gestern die Grundsteinlegung für die Erweiterung des Albertinenstifts Harrislee, das auf die schon fast legendäre zweite Oberin der Diakonissenanstalt zurückgeht. In diesem fünften Bauabschnitt entstehen 47 moderne Appartements und eine große Begegnungsstätte, im nächsten Schritt wird der Altbau auf Vordermann gebracht. Insgesamt nimmt die Diako hier 5,2 Millionen Euro in die Hand.

Pastor Wolfgang Boten, Vorstand der Diako, erinnerte in seiner Andacht an Auftrag und Anfänge der Diako, die 1874 den christlichen Dienst am Nächsten, den, wie er sagte, „praktischen Gottesdienst“ begann. In diesem Zusammenhang sah Boten auch das neue Haus, in dem Versorgung und Pflege in Harrislee auch für kommende Jahre professionell und engagiert sichergestellt würden. Für die Erweiterung wurden bisher 730 Quadratmeter Altbau abgerissen, bis zum Jahre 2015 sollen dafür aber 2300 Quadratmeter neu gebaut werden, sagte Karl-Heinz Vorwig, kaufmännischer Direktor. Einschließlich einer Wachstums-Option. „Wir haben genug Statik für ein drittes Geschoss.“

Doch so weit ist es noch nicht. Einrichtungsleiter Peter Johannsen freut sich zunächst auf den nächsten Qualitätssprung der 1986 von den damaligen Protagonisten – Diako-Rektor Claus-Hinrich Feilcke und Harrislees Bürgermeister Hans-Werner Iversen – angeschobenen Entwicklung. „Das Pflegeheim war aufgrund der vielen Doppelzimmer einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagte Johannsen. Die Appartements im Neubau sind grundsätzlich für einzelne Bewohner angelegt; die vorhandenen Doppelzimmer im Altbau werden in der nächsten Baustufe in Einzelzimmer umgewandelt. „Durch die Umwandlung verlieren wir im Altbau 20 unserer bisherigen Plätze“, so Johannsen. Nach dem Umbau können wir dann auch Zwei-Zimmer-Wohnungen für pflegebedürftige Ehepaare anbieten.“ Im Zuge der Sanierung bekommen die Altbau-Appartements neue Böden, Türen und Bäder. Mit dem Umbau werde aber erst begonnen, wenn die neue Anlage komplett fertiggestellt ist, betont Johannsen. So werde sichergestellt, dass die betroffenen Bewohner aus dem Altbau umziehen können.

Boten, Vorwig, Johannsen und Klaus Drückler (Geschäftsführer der Diako – Soziale Einrichtungen GmbH) „versenkten“ traditionell die Kupferröhre mit Münzen und einer aktuellen Tageszeitung im Fundament des Neubaus. Wenn alles fertig ist, stehen in Harrislee 107 Plätze in der stationären Alterspflege zur Verfügung. Hinzukommen 289 Wohnungen innerhalb des betreuten Wohnens, die ebenfalls zum Albertinenstift gehören. Parallel betreibt die Diako den Umbau ihres verschachtelten Krankenhaus-Komplexes auf der Westlichen Höhe. Von 10 Millionen Euro Baukosten werden – anders als im Fall des Albertinenstifts – 75 Prozent durch das Land gefördert. Die Dia

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert