Schule macht Kultur : Deutsches Haus fest in Schülerhand

Buntes Bühnenbild: Das Projekt ermöglichte den jungen Kulturschaffenden einen großen Auftritt. Foto: Staudt
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Buntes Bühnenbild: Das Projekt ermöglichte den jungen Kulturschaffenden einen großen Auftritt. Foto: Staudt

Die Jugend übernimmt das Deutsche Haus: 500 Schüler, 17 Ensembles und Gruppen aus Flensburg präsentierten einen ganzen Abend lang das Projekt "Schule macht Kultur".

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30. März 2009, 11:29 Uhr

Flensburg | Nicola (10) ist das Lampenfieber immer noch anzumerken: Eben noch stand sie schwarz gekleidet inmitten ihrer Mitschüler auf der Bühne des Deutschen Hauses. Mit dem englischen Stück "Three little Pigs" zeigten die Viertklässler der Hohlwegschule, wie viel Spaß der Englischunterricht machen kann, wenn die erste Fremdsprache zur Kommunikation genutzt wird und das Vokabelpauken in den Hintergrund tritt. Nicola und rund 500 weitere Flensburger Schüler demonstrierten am Sonnabend unter dem Titel "Schule macht Kultur", welche vielfältigen Talente Förderung verdienen - zur großen Freude auch der vielen anwesenden Eltern, denen der Stolz auf den begabten Nachwuchs anzusehen war.

Wie auch Nicolas Eltern Sandra und Holger Betz. "So eine Veranstaltung sollte jedes Jahr stattfinden", sagten beide strahlend über das erfolgreiche Bühnen-Debüt ihrer hübschen Tochter und der mitreißenden Begeisterung der anderen jungen Akteure.

"Ob wir das jedes Jahr leisten können?", zweifelt Thomas Frahm vom Kulturbüro der Stadt, bei dem die Organisationsfäden für "Schule macht Kultur" zusammenliefen und der an dem Engagement der "jungen Kulturschaffenden" seine Freude hatte.
Gruseln im Bühnennebel
Frahm hatte viel Zeit dafür investiert, dass der Rahmen stimmte. Professionelle Beleuchtung oder Bühnennebel, wenn es wie beim Geisterauftritt beim "Grusical" der Käte-Lassen-Schüler unheimlich wurde , gab es auch Dank seiner tatkräftigen Unterstützung.

Flensburgs Oberbürgermeister, Klaus Tscheuschner, hatte die Schüler, Lehrer und Eltern auf den Wert des kulturellen Engagements hingewiesen. Tscheuschner zeichnete die Waldschule und das Alte Gymnasium für deren besondere Leistung aus.

Eine ganz besondere Leistung auf der Bühne bewiesen auch Veronika Schiftner (18) und Iben Piper (19), Abiturientinnen der Fridtjof-Nansen-Schule. Sie moderierten das von 14 bis 21 Uhr andauernde und 18 Höhepunkte umfassende Programm. "Alle sind toll", fanden die beiden unisono. Die Leistungen der "Kleinen" fanden sie ebenso bewundernswert wie die Aufführungen der "Großen".

Deren Part umfasste zum Beispiel Jazzdance (Waldorfschule) und Hip-Hop (Duborg-Skolen). Und als die Comenius-Schüler zum Schluss mit ihrem Programm "Grass to Grace" gegen 21 Uhr das Programm von "Schule macht Kultur" beendeten, hätten gerade die Älteren noch gerne weiter gemacht.

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