zur Navigation springen

Bildung in Harrislee : Deutscher Schulpreis: Zentralschule unter der Lupe der Jury

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hochkarätige Jury zu Besuch in Harrislee und im Gespräch mit Lehrer, Eltern und Schülern

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 08:37 Uhr

„Das waren zwei anstrengende Tage; das schlaucht, man ist aufgeregt“, sagt Jürgen Bethge, Leiter der Zentralschule, freimütig in die Runde. Zwei Tage lang hat eine sechsköpfige, hochkarätige Jury die Harrisleer Schule, die erst kürzlich für den Deutschen Schulpreis 2017 nominiert wurde und damit zu den Top 20 Deutschlands gehört (wir berichteten), auf Herz und Nieren geprüft. Beworben haben sich 81 Schulen, erklärt Nora Heising von der Robert Bosch- und der Heidehof-Stiftung, die den Schulpreis verleihen.

Die Harrisleer Schule ist hoch motiviert, geht jetzt mit den 20 Nominierten ins zweite Rennen um die besten 15 Schulen, die im März nominiert werden. Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution sind Kriterien für gute Schulqualität. Es sei ein Geschenk, „solch geballte, hochkompetente Jury im Hause zu haben“, betont Bethge: „Auch die Kollegen sagen: Wir gehen unglaublich bereichert heraus.“ Ziel an der Schule sei: „Wir sind gut. Was können wir besser machen? Wie können wir den Kindern bei der Selbstgestaltung ihres Lebens helfen?“ Vielleicht ist Harrislee dabei, wenn es Ende Mai zur feierlichen Preisverteilung in Berlin durch Bundeskanzlerin Angela Merkel geht. Den Gewinner erwarten 100  000, die weiteren Preisträger jeweils 25  000 Euro. Der Deutsche Schulpreis ist der höchstdotierte Wettbewerb für Schulen in Deutschland.

„Das Verfahren läuft noch. Konkrete Rückmeldung zur Zentralschule können wir noch nicht geben“, heißt es aus der Experten-Runde, die sich aus pädagogischen Wissenschaftlern und Praktikern zusammensetzt. Doch dass die Zentralschule einen sehr guten Eindruck hinterlässt, wurde in allen Wortmeldungen deutlich.

„Besonders beeindruckt hat uns das Klima an der Schule, wie positiv das Verhältnis Lehrer – Schüler ist“, meint die ehemalige Schulamtsdirektorin Karin Brügelmann: „Es geht um die Persönlichkeit.“ Auch die Eltern würden sich sehr mit der Schule identifizieren, die Offenheit von Kollegen und Schulleitung schätzen: „Die schulische Arbeit ist für Eltern sehr transparent.“

„Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass man den Schüler auf dem Schirm hat“, verweist auch Hermann Veith, Professor für Pädagogik an der Universität Göttingen, auf den Fokus Persönlichkeitsentwicklung.

„Auf der Beziehungsebene passiert etwas; die Schüler kommen gern in die Schule“, beobachtet Udo Michallik, Generalsekretär der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Bundesrepublik Deutschland. Das sei nicht überall so. Er verweist auf die zwei Daz-Klassen, die zehn Daz-Lehrer – auch auf das Oberstufenprofil in Kooperation mit der Eckener-Schule in Flensburg. „Das werde ich als Modell mit nach Berlin nehmen. Da sind wir Lernende.“ Die Schule sei sehr gut ausgestattet: „Das strahlt sie nach außen aus.“

Gisela Hoiman von der ebenfalls von der Robert Bosch- und der Heidehof-Stiftung gegründeten Zentrale der Schulakademie in Berlin greift gute Schulkonzepte auf, um sie in die Breite zu tragen. „Die Preisträger sind unsere DNA“, sagt sie lobend. Die ausgezeichneten Schulen seien aufgefordert, Maßstab gebend für andere Schulen zu sein. Da kommt sicher einiges auf die Zentralschule zu: „Wir bekommen schon ganz viel Besuch“, hat Jürgen Bethge festgestellt.












Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen