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Für und gegen offene Grenzen : Deutsche und Dänen demonstrieren am Grenzübergang Krusau

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Flüchtlingskrise in Europa sorgt weiter für Spannungen an der deutsch-dänischen Grenze.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2015 | 16:32 Uhr

Krusau/Flensburg | Unter dem Motto „Macht die Grenze dicht“ haben am Samstagmittag etwa 75 Menschen am deutsch-dänischen Grenzübergang Krusau bei Flensburg demonstriert. Sie fordern die Einschränkung der Reisefreiheit, so dass Flüchtlinge nicht mehr ohne weiteres nach Dänemark einreisen können. Ihnen gegenüber stellte sich eine noch größere Gruppe von Gegendemonstranten. 250 Deutsche und Dänen forderten auf beiden Seiten der Grenze den Erhalt der Reisefreiheit in Europa.

Deutsche und dänische Polizisten waren vor Ort. Alles verlief ruhig, teilt die dänische Polizeisprecherin Helle Lundberg mit. Lediglich ein autonomer Demo-Teilnehmer sorgte in Krusa für Schwierigkeiten, als er sämtliche dänische Flaggen am Straßenrand aus dem Rasen zog und zerstörte. Die dänische Polizei griff jedoch nicht ein.

Der Zug der Gegendemonstranten lief von Krusa nach Kupfermühle, wo eine Abschlussrede gehalten wurde. Kurzzeitig musste die Verlängerung der B200 gesperrt werden, bestätigt die Regionalleitstelle Nord auf deutscher Seite. Zu einer im Vorfeld angekündigten Grenzsperrung kam es nicht.

Viel Beifall erhielt eine Rede in Krusau von einem Syrer, der seit 2014 in der Kommune Aabenraa lebt. Er schilderte seine Flucht aus dem Kriegsgebiet von Syrien, und die Flucht nach Dänemark. „Auf der Flucht vor genau einem Jahr wäre ich am liebsten tot gewesen“, sagt Mustafa Abazid. So schlimm waren seine Erfahrungen. Er dankte allen, die ihm in der schweren Zeit geholfen haben.

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