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Flensburger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 05:13 Uhr

Deutsch-dänisches Gedenken an Kriegsopfer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

von
erstellt am 06.Aug.2015 | 17:12 Uhr

Deutsche und Dänen werden am Sonnabend, 8. August, gemeinsam der Toten des Zweiten Weltkrieges gedenken. Dazu lädt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf die deutsche Kriegsgräberstätte in Esbjerg ein. Dort sind auf dem städtischen Friedhof außer britischen Gefallenen auch 1301 deutsche Kriegstote bestattet, unter ihnen 151 Flüchtlinge.

Dänemark wurde im Februar 1945 Ziel einer groß angelegten Evakuierungsaktion. Fast täglich legten Schiffe mit deutschen Verwundeten, Kranken und Flüchtlingen aus Pommern, Danzig, West- und Ostpreußen in den dänischen Häfen an.

Fast 250  000 hilfsbedürftige Menschen suchten binnen drei Monaten Zuflucht in dem kleinen Land, das darauf nicht vorbereitet war. Da ihnen eine Weiterreise untersagt war, wurden die Flüchtlinge zunächst provisorisch untergebracht und versorgt, später unter dänischer Bewachung in großen Lagern interniert. Viele starben an Erschöpfung und Krankheiten. Die letzten konnten erst 1949 nach Deutschland ausreisen, heißt es in einer Mitteilung. Auf den 34 deutschen Kriegsgräberstätten sind 10  250 deutsche Soldaten und 14  900 Flüchtlinge begraben, darunter mehr als 7000 Kinder.

An der Veranstaltung wirken Jesper Frost Rasmussen, Vizebürgermeister von Esbjerg, Oberstleutnant i.G. Axel Gerke, Verteidigungsattaché der deutschen Botschaft in Kopenhagen, und Kirstin Kristoffersen, Pastorin der Nordschleswigschen Gemeinde, mit. Die Gedenkansprache hält Wolfgang Wieland, Mitglied im Bundesvorstand des Volksbundes. Der Schauspieler Herbert Tennigkeit trägt zwei Gedichte vor und „Prinsens Musikkorps“ sorgt für den angemessenen musikalischen Rahmen.

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