Simone Lange holt Flensburgs Direktmandat : Deutlicher Sieg für Simone Lange

Strahlende Siegerin: Gegen 21.15 Uhr freute sich Simone Lange - zusammen mit Florian Matz und Birgit Barz aus ihrem Wahlkampfteam - über den klaren Sieg. Fotos: Dommasch
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Strahlende Siegerin: Gegen 21.15 Uhr freute sich Simone Lange - zusammen mit Florian Matz und Birgit Barz aus ihrem Wahlkampfteam - über den klaren Sieg. Fotos: Dommasch

Kandidatin der SPD holt das Flensburger Direktmandat mit großem Vorsprung vor Susanne Herold (CDU)

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07. Mai 2012, 10:07 Uhr

Flensburg | Am Ende war der Abstand dann doch gewaltig. Simone Lange wollte zwar um 19.45 Uhr noch keine Gratulationen entgegen nehmen, weil da erst 30 von 46 Wahlbezirken ausgezählt waren. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte die SPD-Kandidatin schon weit über 2000 Stimmen Vorsprung vor ihrer CDU-Konkurrentin Susanne Herold. Am Ende hatte Lange das Direktmandat im Wahlkreis Flensburg nach dem Verlust im Jahr 2009 zurückerobert: Die SPD-Ratsfrau erreichte 12443 und damit 34,2 Prozent der Erststimmen, Susanne Herold (CDU) blieb mit 9191 Stimmen und 25,3 Prozent nur der zweite Platz.
Die Unterlegene nahm das Ergebnis "sportlich", wie sie sagte. Nein, sie sei nicht enttäuscht, versicherte die Bildungspolitikerin Herold, als das Ergebnis feststand. "Wir leben in einer Stadt, die SPD-dominiert ist." Dass sie bei der letzten Landtagswahl erstmals nach 30 Jahren das Direktmandat holen konnte - mit nur 153 Stimmen Vorsprung - führte sie auf das desolate Gesamtergebnis der SPD im Jahr 2009 zurück. Trotz eines vermeintlich sicheren Listenplatzes 3 schaffte Herold den Wiedereinzug in den Landtag nicht. Grund ist die Tatsache, dass die CDU so viele Direktmandate holte, dass die Landesliste nicht greift.
Die Gewinnerin, die Kripo-Beamtin Simone Lange aus Tarup, führte ihren klaren Sieg nicht nur auf das im Vergleich zu 2009 deutlich verbesserte Ergebnis ihrer Partei, sondern auch auf einen ganz besonderen Einsatz ihrerseits zurück. "Wir wollten die Nähe von Politik und Gesellschaft wieder verbessern, und das Mittel hierfür ist der Hausbesuch." Insgesamt habe sie an 2975 Türen geklingelt. Ihre Partei habe sieben Monate lang einen sehr engagierten Wahlkampf geführt.
In der neu zu bildenden SPD-Fraktion im Kieler Landtag will sich Lange zuvorderst dem Thema Bildung widmen, "und zwar Bildung von der Kindertagestätte an". Doch sie werde sich auch bemühen, für Flensburg einen Wirtschaftsschwerpunkt zu setzen und zum Beispiel die Flensburger Kompetenz beim Thema Windenergie zu stärken.
Zufrieden mit seinem Ergebnis zeigte sich SSW-Kandidat Edgar Möller, der am Ende bei 16 Prozent der Erststimmen landete und damit das Ergebnis der verstorbenen Landtagsabgeordneten Silke Hinrichsen von 2009 verfehlte. Über ein immerhin zweistelliges Ergebnis bei den Erststimmen freute sich die Kandidatin der Grünen, Ellen Kittel-Wegner. Piraten-Kandidat Matthias Nagel kam mit 7,1 Prozent der Erststimmen auf Platz 4.

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