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SG Flensburg-Handewitt : Der Weltmeister wünscht sich einen Parkplatz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburg und Handewitt ehren im Rathaus den französischen Star-Handballer Kentin Mahé

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 14:34 Uhr

Zwei Bürgermeister als echte SG-Fans: Handewitts Thomas Rasmussen, schilderte eindringlich, wie er in der dramatischen Schlussphase beim 30:29 gegen den THW Kiel mitgefiebert hatte – und Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange ging als Handball-Anhängerin nach dem Spiel in der Halle in die Verlängerung: „Mein Mann und ich haben uns das Spiel zu Hause im Fernsehen gleich nochmal angesehen“, verriet sie SG-Star Kentin Mahé und den Vertretern der vier SG-Fan-Clubs.

Mahé hatte sich trotz des Ruhms von acht Toren am Vorabend unerkannt durchs Rathaus ins Flensburg-Zimmer im 13. Stock durchgemogelt – mit schwarzem Schal und dunkler Wollmütze, flankiert von SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke und Lebensgefährtin Franziska Goldmann. Im Gästebuch der Stadt verewigte sich der französische Rückraumspieler, der sein Abitur in Deutschland abgelegt hat, gleich auf Deutsch und auf Französisch.

Was ihm an Flensburg gut gefalle, wollte Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar zunächst wissen. Daraufhin erzählte Mahé, dass er und Jacob Heinl jeweils ein kleines Boot im Hafen liegen hätten, mit dem sie ab dem Frühjahr gerne mal um die Ochseninsel segelten oder bei Annies Kiosk Hot Dogs essen würden. „Ich genieße es, hier am Wasser zu leben“, gab der 25-Jährige zu Protokoll, der vor anderthalb Jahren aus Hamburg gekommen war. Was er nicht so gut finde, vertraute er der Stadtpräsidentin auf Nachfrage an. Er fühle sich sehr wohl in der schönen Wohnung an der Toosbüystraße. Bloß sei dort häufig kein Parkplatz zu finden.

Das brachte Thomas Rasmussen auf eine Idee: „Wenn Sie einmal aus Flensburg wegziehen sollten, gibt es nur eine Alternative – Handewitt.“ Wobei die Stadtpräsidentin noch diese Information zu ergänzen wusste: „Wir haben auch neue Wohngebiete.“ OB Simone Lange lud das junge Paar jedenfalls ein, gerne langfristig in Flensburg sesshaft zu werden. Zuvor muss allerdings noch geklärt werden, wo Kentin Mahés zweite WM-Goldmedaille in der Wohnung an der Toosbüystraße einen Platz findet: „Wir entscheiden zu Hause zusammen, was ich wo aufhängen kann“, erklärte der angriffslustige Weltmeister, der zuvor schon einen Empfang bei Präsident Francois Hollande im Pariser Élysée-Palast bewältigt hatte.

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke wies daraufhin, welche Bedeutung die SG für Flensburg und die gesamte Region habe – und dass er bei anderem WM-Verlauf auch Weltmeister aus Deutschland, Dänemark, Schweden oder Serbien hätte liefern können. Eigentlich hatte er aber ein anderes Anliegen, das er en passant platzierte: „Ich würde mir ein Parkleitsystem für die Flens-Arena wünschen.“

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