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Flensburgs Strände im Test : Der Vorzeigestrand in Sandwig

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der fünfte und letzte Teil unserer Testreihe befasst sich mit dem Glücksburger Strand. Der Bezahlstrand macht eine gute Figur und wird trotz der Gebühren gern von Besuchern genutzt.

Glücksburg | Bezahlen für den Strandbesuch? Tut man das? Die vielen Besucher des Kurparkstrandes in Sandwig sagen: „Ja!“ Katja Härtel kommt zwar aus Harrislee und es sind einige Strände für sie besser zu erreichen, aber sie kommt mit ihren beiden Töchtern Emma (7) und Ida (9) trotzdem an den Glücksburger Strand. „Wir sind auch häufig in Wassersleben, aber das hier ist schon etwas besonderes.“

Dafür sei sie auch gerne bereit, den Weg auf sich zu nehmen und Eintritt zu bezahlen. Auch den Kleinen gefällt es hier besser. Das Wasser sei klarer und der Strand sauberer und gepflegter.

Sie habe auch zum ersten mal einen Strandkorb gemietet und fragt drauf die Kinder, ob das gut sei und sie auch das nächste Mal einen wollten. „Ja“ lautet die einhellige Antwort.

Die Kosten für den Strand belaufen sich auf 2,60 Euro pro Tag, kommt man nach 15 Uhr gilt nur der halbe Preis. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben aber freien Eintritt. Ein Strandkorb kostet 13 Euro am Tag, ab 15 Uhr 7 Euro. Den Eintritt bezahlt man am Automaten, dieser ist jedoch etwas unscheinbar und gibt kein Wechselgeld.

In Sachen Sanitäranlagen gibt es saubere Toiletten und Außenduschen. Kostenlose Parkplätze gibt es in der Umgebung reichlich, allerdings empfiehlt es sich, die Parkscheibe nicht zu vergessen. Möglichkeiten zum Essen sind einige vor Ort, Kiosks und Bistro zum einen, das Strandhotel mit gutem Restaurant zum anderen. Kinder können sich an dem nahe gelegenen Spielplatz beschäftigen.

„Der Strand wurde durch die Neugestaltung der Promenade in den letzten Jahren deutlich aufgewertet“, findet Tim Kuiper von der DLRG. Der 16-Jährige wacht gemeinsam mit Ida Reinfeld (13) von der Seebrücke über den Strand. „Die DLRG-Station ist durchgängig mit fünf Personen besetzt“, erzählt der Schüler, der auch eine Sanitäterausbildung hat. Die beiden Freiwilligen haben Spaß an ihrer Arbeit: „Man kann hier nicht nur in der Sonne ’rum sitzen, sondern auch mit dem Motorboot und dem Kajak fahren“, berichtet er weiter.

„Früher gab es hier Tretboote und Boards für Stand-Up-Paddeling zu leihen, aber wird heute leider nicht mehr angeboten“, erzählt Kuiper. „Es wäre schön, wenn es das wieder geben würde.“

Die Wasserqualität sei hier sehr gut, es sei klar und gebe sehr wenige Quallen in diesem Jahr, weiß er. Immerhin auf der einen Seite des Strandes seien nur wenige Muscheln und Steine. Auch würden die Betreiber den Strand regelmäßig säubern. Die DLRG misst regelmäßig die Wassertemperaturen. Mit derzeit 19 Grad Celsius sei es „nicht zu kalt und nicht zu warm“, findet Kuiper.˚

An der Seebrücke legt auch die Viking, ein Fährschiff, an, das zwischen Glücksburg und der Flensburger Hafenspitze verkehrt. Zur Zeit fährt sie vier bis fünf mal am Tag, Erwachsene zahlen für die einfache Fahrt 6 Euro, Kinder zwei Euro. Fahrräder können gegen eine Gebühr von 3 Euro mitgenommen werden.

Der Strand in Sandwig gefällt auch Anna Latendorf und Johanna Oest. Die 15-Jährigen kommen jetzt in der Ferienzeit fast täglich her. „Der Strand ist schön und gepflegt hier.“ Er sei deutlich besser als jener in Solitüde. „Wir würden auch kommen, wenn wir zahlen müssten.“

 

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erstellt am 08.Aug.2015 | 13:00 Uhr

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