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Green-Screen-Festival : Der Storch – ein Publikumsliebling

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Green-Screen-Festival: Leser des Flensburger Tageblatts stimmten über den Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages ab.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 11:00 Uhr

Flensburg | „Das ist ja ein wahres Paradies“, entfuhr es einer Zuschauerin, als ihr gestern eine Perle des Indischen Ozeans vor Augen geführt wurde. „Wildes Sri Lanka“ ist einer von drei Beiträgen, die sich um den Publikumspreis des sh:z im Rahmen des Naturfilmfestivals „Green Screen“ bewerben. 120 Zuschauer im Kino 51 Stufen waren hingerissen von den faszinierenden Naturaufnahmen aus ganz unterschiedlichen geografischen Lagen.

Sri Lanka ist kleiner als Bayern und besticht durch eine schier unglaubliche Artenvielfalt. Da gibt es akrobatisch von Ast zu Ast fliegende Affen. Das ist auch gut so, denn so können sich die Languren schnell von ihren natürlichen Feinden absetzen – dem Malaienadler etwa, der Riesenpython oder dem König der Tiere auf diese Insel, dem Leoparden. Der Film von Joe Loncraine und Mike Birkhead – ein farbenprächtiges Spektakel!

Von einem ganz anderen Kaliber ist Hamilton, die Seekuh. Die Zuschauer wurden Zeugen eines von Ulf Marquardt eingefangenen Dramas, das sich an der Westküste Floridas abspielt. Hamilton ist eine Attraktion für tauchende Touristen, er wird als Jungtier von den Rotoren eines Motorbootes schwer verletzt, verliert zudem seine Mutter. Schließlich vergiften todbringende Algen sein Terrain – doch schließlich gibt es ein vom Publikum erleichtert aufgenommenes Happy End der Leiden des jungen Hamilton.

Der letzte Beitrag widmete sich dem Vogeltourismus in dem kleinen Dorf Rühstädt in Brandenburg. Dort lockt Deutschlands größte Weißstorchkolonie jährlich 30  000 Besucher an. Dennoch gelingt es den Bewohnern, in harmonischer Nachbarschaft mit ihren gefiederten Freunden sowie den Urlaubern zu leben. „Die intakte Natur und ein homogenes Dorfleben“ beeindruckten Tageblatt-Leser Klaus Schmidt aus Flensburg, dem der Film „Unter Störchen“ (Herbert Oswald) am besten gefiel. Die neunjährige Janne aus Oeversee konnte sich diesem Urteil nur anschließen. „Und es war witzig zu sehen“, sagte sie, „wie die Jungvögel das erste Mal aus ihrem Nest fliegen.“ Martina Pülschen aus Großsolt hingegen war begeistert von der tollen Aufnahmetechnik des Sri-Lanka-Streifens.

Allen Filmen gemein war ein explizit kritischer Unterton. Deutlich wurde, wie viele Tierarten durch Nahrungsmangel und den Verlust ihres Lebensraumes akut bedroht sind. Eine heile Welt gibt es nicht.

 

 

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