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Handewitt : Der Scandinavian Park wächst weiter

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In den zehn Jahren seines Bestehens wurde das Einkaufszentrum in Handewitt zur Erfolgsgeschichte. Am 2. und 3. April wird Jubiläum gefeiert.

shz.de von
erstellt am 30.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Das Jubiläum wird an diesem Wochenende gefeiert. Am 30. März 2006, also vor genau zehn Jahren, öffneten sich die Türen des „Scandinavian Parks“ erstmals für jedermann. Am Abend zuvor waren etliche Gäste zur offiziellen Einweihung erschienen. „Ich habe damals die Vision dargestellt, was an der Autobahn und der Bundesstraße 199 entstehen wird“, erinnert sich Inhaber Hans-Werner Petersen noch genau. „Viele haben an den Standort in Handewitt nicht geglaubt.“ Doch die „Völkerwanderung“ der ersten Tage und vor allem die bis heute erfolgten knapp 20 Millionen Kundenkontakte widerlegten alle Skeptiker. Längst ist die Kombination aus Grenzhandel und Dienstleister-Aufgebot eine Erfolgsgeschichte. Hans-Werner Petersen ist sich gar sicher, dass der „Scandinavian Park neben den Handballern der SG Flensburg-Handewitt der größte Werbeträger für die Region“ ist.

Er hatte sich schon mit „Rexim“, einem Unternehmen der Lebensmittelbranche, einen Namen im Grenzgebiet gemacht, als um die Jahrtausendwende die Idee für das Einkaufszentrum an der Autobahn entstand. Flensburgs Oberbürgermeister Hermann Stell und Handewitts Bürgermeister Horst Andresen bemühten sich damals um eine Belebung des gemeinsamen Gewerbegebiets an der Nord-Süd-Magistrale. Die Vermarktung lief nur schleppend, was gerade die Umlandgemeinde finanziell schwer belastete und zu offen ausgetragenen Konflikten führte. Das neue Projekt mit Grenzhandel und Autohof, um die auf der Autobahn vorbeirauschenden Verkehrsströme anzuzapfen, erschien in dieser Situation wie ein Heilsbringer.

„Der Weg war dennoch steinig und schwer“, blickt Hans-Werner Petersen auf lange Verhandlungen zurück. Drei Ansiedlungen scheiterten am Grundstückskauf oder an der Verkehrserschließung. Als dann der heutige Standort gefunden war, legte sich Harrislee quer und erwog gar rechtliche Schritte, um den Grenzhandel in der eigenen Gemeinde zu schützen. Der Kompromiss kam aus Kiel: Am Grenzhandel auf Handewitter Gebiet wurde nicht geschraubt, Harrislee aber durfte sein spezifisches Flächen-Budget um 50 Prozent aufstocken.

Am 9. September 2004 legte die lokale Polit-Prominenz für den ersten Spatenstich des „Scandinavian Parks“ Hand an. Es war das größte Bauvorhaben, das in Handewitt jemals auf einen Schlag realisiert wurde. Unter dem Strich stand eine Investitionssumme von rund 25 Millionen Euro. Hans-Werner Petersen feilte im Hintergrund weiter am Konzept. Grenzhandel, Hotel oder Tankstelle nahm er unter seine eigene Fittiche. Andere Angebote wie Angler- und Erotik-Shop oder der Auto-Service wurden an zuverlässige Partner vermietet. „Wir hatten in zehn Jahren keine Leerstände und keine Fluktuation“, berichtet der Kaufmann stolz.

Dennoch hat das Areal in der vergangenen Dekade kontinuierlich sein Gesicht verändert. Einige Geschäfte wurden erweitert, andere neu gebaut. 2007 startete der Fun-Park, 2010 folgten zwei Waschstraßen. Heute beschäftigt Hans-Werner Petersen nach eigenen Angaben in Handewitt 240 Mitarbeiter. Mit den angeschlossenen Betrieben sind es rund 350 Beschäftigte. Die Effekte für die Gemeinde sind beträchtlich: Das Einkaufszentrum zählt zu den Top drei der Gewerbesteuerzahler. Handewitt zählt mehr ein- als auspendelnde Arbeitskräfte.

Fertig ist Hans-Werner Petersen aber noch nicht. Gegenüber dem Einkaufszentrum hat er einen alten Hof aufgekauft, wo ein Wohnmobil-Stellplatz für „Best Ager“ geplant ist. Derzeit entsteht ein Neubau für den Verkauf und die Wartung von Wohnmobilen. Dann bleiben nur noch Restflächen im Norden und direkt an der Bundesstraße bis zur Ellunder Straße. Gespräche mit Stadt und Gemeinde laufen. „Es gibt verschiedene Wünsche“, sagt der Unternehmer, der auch Anfragen aus anderen Regionen erhält, um auch dort „einen solchen Park zu entwickeln“. Nun möchte er aber erst einmal das Jubiläum in Handewitt feiern: Eine Bühne mit Radio-Prominenz ist bestellt, zahlreiche Aktionen sind für den 3. und 4. April geplant.

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