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Krankenhaus Flensburg : Der Patient in der digitalen Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hochschule feiert 25 Jahre Klinikmanagement und zehn Jahre Studiengang eHealth

Mit der Veranstaltung „Neue Impulse für das Gesundheitswesen – der Patient in der Hauptrolle“ bewiesen die Professoren des Instituts für eHealth und Management im Gesundheitswesen der Hochschule Flensburg, dass sie noch immer hungrig auf neue Themen im deutschen und internationalen Gesundheitswesen sind. Seit 1992 brummt das Studienangebot Krankenhausmanagement in Flensburg. Es bestehen engste Kontakte zu den Flensburger Krankenhäusern und zur Gesundheitsregion Nord, an dessen Gründung die Hochschule initiativ beteiligt war.

Mittlerweile dürften über 500 Absolventen und Absolventinnen der Hochschule Flensburg in ganz Deutschland das Gesundheitswesen mitprägen. Der Masterstudiengang eHealth besteht seit zehn Jahren. Er ist nach wie vor einzigartig in Deutschland. Mehr als 100 Ehemalige wirken in Krankenkassen, großen Krankenhäusern, Netzwerken oder Start-ups am digitalen Gesundheitswesen. Beide Studienangebote haben einen überregionalen Einzugsbereich. So finden sich im aktuellen Masterstudiengang über 70 Prozent Studierende wieder, die nicht aus der Region stammen.

„Exzellente Lehre macht auch Forschung auf höchstem Niveau notwendig,“ ist sich Professor Roland Trill sicher, „insbesondere in einem so dynamischen Gebiet wie es die digitale Weiterentwicklung des Gesundheitswesens darstellt“. Konsequenterweise gehört das Institut für eHealth und Management im Gesundheitswesen (IEMG) seit Jahren zu den wichtigsten Drittmittel-Einwerbern der Hochschule. Mehr als 15 Millionen Euro an Projektvolumen konnten in der vergangenen Dekade eingesammelt werden, vornehmlich in auf den Ostseeraum ausgerichteten Förderprogrammen. Zurzeit läuft das deutsch-dänische Projekt „Demantec“ sehr erfolgreich mit Partnern aus der Region. Es soll innovative Technologie für die Versorgung und Unterstützung von an Demenz erkrankten Personen in der Praxis entwickelt und erprobt werden. In der vergangenen Woche konnte ein weiteres Projekt gewonnen werden, an dem Partner aus sieben Ostsee-Anrainerstaaten beteiligt sind. „BaltCityPrevention“ trägt der Herausforderung Rechnung, dass ein gesunder Lebensstil Belastungen im Gesundheitswesen reduzieren hilft.

Förderlich für diese Ausrichtung und den internationalen Erfolg des IEMG ist das Mitwirken in Netzwerken, wie beispielsweise das eHealth for Regions Network, das eHealth Innovation Center, Scanbalt und Life Science Nord.

Neben Professor Roland Trill (seit 1987 an der Hochschule Flensburg), der beide Studienangebote ins Leben gerufen hat, sind Professor Bosco Lehr (seit 2012) sowie Professor Rüdiger Breitschwerdt (seit 2014) feste Größen des IEMG. Durch die geschilderten Aktivitäten, angereichert durch Veröffentlichungen und europaweite Vorträge, hat sich das Institut einen überregionalen Namen gemacht. „Spricht man im Ostseeraum über eHealth, dann wird immer auch Flensburg genannt“, sagt Trill. Flensburg wird im September 2017 wieder Gastgeber einer internationalen Tagung werden, die Fachleute aus allen Ländern des Ostseeraums zusammenführen wird.

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