zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 11:50 Uhr

Der Norden hat die Wahl

vom

Es geht um 13 050 Mandate in 1079 Gemeinden, vier kreisfreien Städten und elf Kreisen

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Es geht um die Macht in Rathäusern und Kreistagen zwischen Flensburg und Lauenburg, doch der Urnengang gilt auch als Stimmungstest für die Politik im Land und Bund. 2,35 Millionen Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein sind morgen zur Kommunalwahl aufgerufen.

Seit einem Jahr regiert die Küstenkoalition von Ministerpräsident Torsten Abig - gestützt auf ein Bündnis aus SPD, Grünen und SSW. Bei der Kommunalwahl im Jahre 2008 waren die Sozialdemokraten regelrecht abgestürzt. 26,6 Prozent gab es damals - ein historischer Tiefstwert. Die Scharte will SPD-Chef Ralf Stegner morgen wieder wettmachen.

Die Union blieb 2008 zwar stärkste kommunalpolitische Kraft, büßte mit 38,6 Prozent aber rund zehn Punkte ein. Vor allem in den großen Städten mussten die Christdemokraten ganz herbe Verluste hinnehmen. Der nach monatelangen Führungsquerelen neu gewählte Landesvorsitzende Reimer Böge hat ganz klar als Ziel ausgegeben, erneut stärkste Kraft zu werden.

Bei der Kommunalwahl geht es um insgesamt 13 050 Mandate in 1079 kreisangehörigen Gemeinden, den vier kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie den elf Kreisen. Lediglich in 27 Kleinstgemeinden mit bis zu 70 Einwohnern wird nicht gewählt. In diesen Orten ersetzt eine Gemeindeversammlung, an der jeder Bürger teilnehmen darf, die Gemeindevertretung.

CDU, SPD, Grüne und FDP treten landesweit in allen Kreisen und kreisfreien Städten in sämtlichen Wahlkreisen sowie mit Listen an. Die seit einem Jahr im Landtag vertretenen Piraten kandidieren in der überwiegenden Zahl der Kreise und kreisfreien Städte jeweils in einer Reihe von Wahlkreisen. Der SSW kann im Norden und im Kreis Pinneberg gewählt werden. Die Linke tritt landesweit in nahezu allen Wahlkreisen an.

Zunehmend Konkurrenz machen den etablierten Parteien die Wählergruppen. Sie errangen bei der Wahl 2008 erstmals die Mehrheit der Mandate auf Gemeindeebene. In 327 Gemeinden tritt nur eine Wählergemeinschaft an. Damit ist dort die Zusammensetzung der künftigen Gemeindevertretung faktisch schon entschieden, weil es keine Konkurrenz gibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen