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Flensburger Tageblatt

20. September 2017 | 15:05 Uhr

Umgestaltung : Der Neumarkt wird zum Bankenviertel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

VR-Bank Flensburg-Schleswig startet Ende des Monats den Bau ihres neuen Flensburger Hauses mit Vorstandspräsenz

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2015 | 08:00 Uhr

Die Autofahrer haben es zuerst bemerkt, als vor Wochen der Tiefbau für Wärme- und Wasserleitungen an der Einmündung Bahnhofstraße /Neumarkt begann. Noch in diesem Juni nun sollen die Pfahl- und Aushubarbeiten für den dreistöckigen Bankneubau samt Tiefgarage am Neubau starten.

Wenn die VR-Bank Flensburg-Schleswig den neuen Standort mit 35 Mitarbeitern, Marketing-Abteilung, Vorstandssekretariat und Bank-Vorstand Michael Möller bezieht, wird der Verkehrsknotenpunkt südlich der Innenstadt zunehmend zum Bankenquartier. Nach der Commerzbank hat hier 2008/2009 auch die dänische Sydbank ihre Deutschland-Zentrale eröffnet.

Die jetzt beginnenden Aushub- und Pfahlbohrarbeiten haben es – wie immer im früheren Innenhafen- und Mühlenteichgelände – in sich. „190 Pfähle werden bis zu 20 Meter tief in den Grund getrieben, 40 mehr als ursprünglich geplant“, berichtet VR-Bank-Vorstand Ralf Pschibul. Aushub, Rohbau- und Zimmererarbeiten seien allesamt an regionale Unternehmen aus dem Kundenkreis vergeben worden, allein die Pfahlbohrarbeiten waren nicht in der Region zu platzieren.

Das Bauvorhaben, für das der Aufsichtsrat der Genossenschaft 15,5 Millionen Euro bewilligt hat, sieht über einer Tiefgarage mit Kundenparkplätzen ein Erdgeschoss und drei Obergeschosse vor – dem auf der Seite Bahnhofstraße  /  Niedermai ein zweigeschossiger Würfel vorgelagert ist. Die Architekten Jürgen Dethlefsen, Andreas Lundelius und Holger Petersen Otto (dl architekten + Partner, Bredstedt) haben sich bei dem Bau mit 3600 Quadratmetern Bruttonutzfläche an der Formensprache des Deutschen Hauses auf der anderen Seite der Bahnhofstraßeneinmündung orientiert. Die oberste Etage, aktuell 16 Räume mit 600 Quadratmetern Nutzfläche, soll zunächst vermietet werden und dient der Bank als Wachstumsreserve für ihren ambitionierten Pläne: „Der Flensburger Markt ist für uns hochinteressant und schon heute hart umkämpft“, sagt Vorstand Möller.

Das ebenfalls erworbene Grundstück des benachbarten Central-Hotels ist bis Ende 2016 verpachtet. Erst danach wollen sich die Genossenschaftsbanker mit einer möglichen Veräußerung des Hotels befassen. „In der Bauphase sind wir gern unser eigener Nachbar“, sagt Möller.

Derzeit residiert die VR-Bank in Flensburg an der Großen Straße mit 20 bis 22 Mitarbeitern, aber schwierigen Parkverhältnissen. Eine Innenstadtpräsenz werde es es auch nach dem Umzug an den Neumarkt geben – womöglich näher am Holm oder Südermarkt.

 

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