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Führungswechsel bei Flensburger Polizei : Der Neue vom Zweiten Revier

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ralf Kock tritt im 2. Revier die Nachfolge von Andreas Händel an und ist damit Chef über elf Stationen in Stadt und Flensburger Umland.

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erstellt am 20.Feb.2015 | 14:30 Uhr

Flensburg | Es ist eine reizvolle Aufgabe, die sich Ralf Kock für den nächsten Karriereabschnitt ausgesucht hat: Gemeinsam mit seinem Kollegen und Stellvertreter Ralf Bölck macht er sich tagtäglich an die Quadratur des Kreises. Es gilt, eine gegebene Zahl von Polizeibeamten in Streifenwagen in einem dynamischen Einsatzgeschehen so einzusetzen, dass die Sicherheit für die im Einsatzgebiet lebende Bevölkerung gleich hoch bleibt. Seit 2. Februar ist er dabei, als Nachfolger des langjährigen Leiters des 2. Polizeirevieres, Andreas Händel.

Kock und Bölck sind Manager eines Prozesses, der zum Mai 2013 die Polizeikräfte im Norden gehörig durcheinandergewirbelt hat: Mit der Zusammenlegung der Polizeidirektionen Husum und Flensburg wurde eine neue Struktur geschaffen, die den Verlust von 21 Dienststellen im ehemaligen Zustandsbereich der PD Flensburg (zu Gunsten Husums) irgendwie ausgleichen musste.

Nachwehen der Polizei-Reform noch immer spürbar

 

Das 2. Revier wuchs dabei vom reinen Flensburger Stadtrevier zur Führungsstelle für elf Stationen sowohl in der Flensburger Halskrause (Harrislee, Handewitt, Schafflund, Husby und Glücksburg) als auch in den Stadtteilen (Engelsby/Tarup, Friesischer Berg/Westliche Höhe, Nord, Mitte, Mürwik/Fruerlund und Flensburg-Weiche). 69 Beamte und zwei zivile Tarifkräfte stehen der Revierleitung zur Verfügung, um im Großraum um Flensburg auf wechselnde Einsatzlagen schnell und angemessen zu reagieren.

Auch zwei Jahre nach der Reform ist dieser Prozess nicht abgeschlossen, sagt Kock. Mit deutlich weniger Beamten gerade im ländlich geprägten Kragen Flensburgs präsent zu sein, ist ohne Kompromisse schlechterdings nicht möglich. Einsatzmäßig, so Kock, ist die Qualität eher besser geworden. Aus Selbstschutzgründen rücken immer zwei Beamte zu ihren Einsätzen aus. „Wir haben rund um die Uhr je einen Streifenwagen im Osten und im Westen stationiert. Und wir sind in der Lage, schnell nachzusteuern und unsere Kräfte bei Bedarf zu massieren“, sagt der neue Revier-Chef.

"Im Norden ist das Leben sicher"

 

Das gilt nicht nur für die Kräfte des 2. Revieres mit seinen Stationen, sondern auch für die Kollegen des 1. Revieres, die alles abdecken, was unter Polizeiruf 110 an Einsätzen anfällt. „Das System ist in beide Richtungen durchlässig“, sagt Kock. Zu häufig, ergänzt Kollege Bölck, habe man darauf bisher nicht zurückgreifen müssen. Außergewöhnliche Lagen starker Präsenz gebe es vielleicht zehnmal im Jahr. Zum Glück. „Im Norden“, sagt der zweite Mann, „ist das Leben sicher.“

Es gibt natürlich auch einen Nachteil – und das ist die Ansprechbarkeit der Polizei in den Stationen, die auf zwei zweistündige Öffnungszeiten je Woche gesunken ist. Kock und Bölck hoffen, das System in der Zukunft noch optimieren zu können. Weitere Einschläge im Zuge von Sparvorgaben seien im Moment nicht zu befürchtet. „Der Norden gilt mit seiner Struktur als moderner Vorreiter.“

 

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