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Flensburgs Kantinen : Der Nase nach durchs Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mitarbeiter der Stadtverwaltung und externe Gäste können vier mal pro Woche in der Kantine im dritten Stock essen gehen.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 13:30 Uhr

Flensburg | Ob Arbeitsplatz, Studium, Kita oder Schule – Tausende Flensburger werden täglich in zig Kantinen und Mensen der Stadt satt. In einigen davon hat sich das Tageblatt einmal umgesehen. Heute: In der Kantine des Flensburger Rathauses.

 

Wer im Rathaus schon mal mit dem Aufzug gefahren ist, hat bestimmt auch einen Blick auf den Speiseplan der hausinternen Kantine geworfen. In verschiedenen Sprachen wird man eingeladen, dieser einen Besuch abzustatten. Im dritten Stock angekommen, hat man direkt einen leichten Geruch von Gebratenem in der Nase. Wenn man immer der Nase nach weitergeht, kann man die Kantine des Ja-Serviceteams gar nicht verfehlen. Man betritt einen großen, hellen Raum. Durch die Fensterfronten an drei Seiten hat man einen guten Blick auf die umliegenden Dächer der Stadt.

Seit 2008 betreibt der Chef Josef Di Paola, der vorher als angestellter Koch gearbeitet hat, seine Kantine im Rathaus. Neben diesem täglichen Geschäft bieten er und sein Team auch Partyservice und Catering an.

Einen Überblick über das Angebot und über den aktuellen Speiseplan kann man sich sowohl auf der Homepage als auch auf der Facebookseite des Serviceteams verschaffen. Zusammen mit seiner Frau und den anderen Mitarbeitern kocht und verkauft Di Paola von Montag bis Donnerstag Mittagessen im Rathaus. Zudem gibt es bis einschließlich Freitag ein Frühstücksangebot mit belegten Brötchen und anderen Leckereien. „Selbstverständlich alles selbst gemacht“, sagt der lebhafte Küchenchef – vom Eier- und Fleischsalat übers Thüringer Mett bis hin zum Roastbeef.

Und auch die Frikadellen: Diese haben David Jürgensen bei einem zufälligen Besuch in der Kantine so begeistert, dass er regelmäßig zum Essen kommt. Seit zweieinhalb Jahren schon versucht der 32-Jährige, der selbst Koch ist, an seinen freien Tagen in der Rathauskantine Mittag zu essen. „Preis, Leistung und auch die Menge stimmen hier einfach. Die Qualität des Essens ist super“, sagt er. Auch Herbert Hinrichsen, Eckehard Funk und Otto Jost sind Stammgäste des Ja-Serviceteams. An den vier Tagen der Woche, an denen Mittagessen angeboten werden, sind die drei immer da.

Di Paola und das Rentner-Team kennen sich gut. Da wird auch schon mal ein Scherz gemacht, wenn Otto sich verschluckt. Das lag aber am scharfen Senf und nicht am heutigen Krustenbraten. Den finden alle drei sehr lecker. „Das Fleisch ist qualitativ hochwertig“, lobt der 78-jährige Hinrichsen.

Sowohl das Fleisch als auch die anderen Produkte kommen von Lieferanten aus der Region. In der Kantinenküche werden die Zutaten größtenteils frisch verarbeitet. „Wir sind aber eine Kantine und kein Restaurant“, betont Di Paola. Um preislich im Rahmen zu bleiben, müssten auch mal Kleinigkeiten aus der Tiefkühltruhe kommen. Den Speiseplan versucht der Koch saisonbedingt und variabel zu erstellen. „Wenn im Sommer die Sonne auf die Fenster scheint und der Raum aufheizt, können wir schlecht Braten mit Soße anbieten“, sagt er mit einem Lachen.

Zu den wöchentlich wechselnden Gerichten vom Plan gibt es immer Kleinigkeiten wie Currywurst, Ofenkartoffeln und Salat. Diesen kann man sich an der Salatbar selbst zusammenstellen. Ansonsten stehen zwei Gerichte – eines davon vegetarisch – zur Auswahl. Dienstags ist immer Fischtag. Dazu gibt es regelmäßig eine sogenannte herzgesunde Mahlzeit. Zwischen 4 und 4,90 Euro bezahlen Rathausmitarbeiter für ein Mittagessen, Gäste von außerhalb dazu noch einen Zuschlag von 30 Cent.

90 bis 150 Mittagessen werden in der Regel verkauft. „Meistens kann man an den Reaktionen erkennen, welches Essen geschmeckt hat. Viele geben bei der Tablettrückgabe dann ein direktes Feedback“, sagt Di Paola. „Wenn sie wortlos den Raum verlassen, wissen wir, dass es nicht geschmeckt hat“, sagt er schmunzelnd. Dennoch plant er, bald eine Wunschbox aufzustellen, in die Kantinenbesucher ein Feedback und ihre Essenswünsche einwerfen können.

Mürwiker Werkstätten

Arbeitsagentur

 

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