Strände der Innenförde : Der Lieblingsstrand der Harrisleer

Mannschaftsbild der DLRG-Mitglieder: hintere Reihe (von links) 1.Merete Bommarius 2. Laura Augustin 3.Jan Ulrichsen 4.Marius Augustin  Vordere Reihe : 1. Christian Torp 2. Sabrina Bommarius 3. Klara Stegmann 4. Jonas Wittmaarck 5. Leon Colombet 6. Torben Sieg 7. Jim Hecht
Mannschaftsbild der DLRG-Mitglieder: hintere Reihe (von links) 1.Merete Bommarius 2. Laura Augustin 3.Jan Ulrichsen 4.Marius Augustin Vordere Reihe : 1. Christian Torp 2. Sabrina Bommarius 3. Klara Stegmann 4. Jonas Wittmaarck 5. Leon Colombet 6. Torben Sieg 7. Jim Hecht

Strände der Innenförde im Test: Zum Auftakt der Feriensaison sind die DLRG-Helfer in Wassersleben bereits unermüdlich im Einsatz.

shz.de von
23. Juli 2015, 11:00 Uhr

Harrislee | Wolkenfreier Himmel, sommerliche Temperaturen und weicher Sand – so sieht für die meisten Urlauber der perfekte Tag am Strand aus. Die freiwilligen Lebensretter der DLRG sorgen dafür, dass Badegäste ihren Strandurlaub unbesorgt genießen können. DLRG-Wachleiter Jan Ulrichsen und sein elfköpfiges Team waren bereits vor Ferienbeginn im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehört die Strandwache, in den gesamten Sommerferien und an den Wochenenden danach von 10 bis 18 Uhr. „Aber wir sitzen natürlich nicht den ganzen Tag nur hier ’rum“, sagt Jan Ulrichsen, „es gibt noch vieles mehr zu tun, wie beispielsweise die Versorgung von Strandbesuchern, die zu lange in der Sonne lagen, von einer Qualle gestochen wurden oder Schnittwunden haben.“ Für solche Fälle hat die DLRG im Strandpavillon einen eigenen Sanitätsraum mit allen nötigen Medikamenten. Außerdem beinhaltet die DLRG-Station zwei Schlafräume und eine Küche. Ein Einsatz am 4. Juli versetzte die Retter am Strand von Wassersleben stundenlang in Aufruhr. Ein Schwimmer wurde als vermisst gemeldet, er sei angeblich zwei Stunden zuvor ins Wasser gegangen und nicht wieder aufgetaucht, berichtet Ulrichsen. Das Ganze löste sich dann wenig später auf, als sich herausstellte, dass sich der Schwimmer seit geraumer Zeit zuhause befand und nur seinen Rucksack am Strand zurückgelassen hatte. Ein weiteres Mal war die DLRG am vergangenen Sonntag gefragt,
als sich ein Schwan in einer Angelschnur verhedderte. Zusammen mit der Feuerwehr taten alle ihr Bestes, um das Tier zu retten. Die Schnur war um Hals und Flügel des Vogels gewickelt. „Wir haben versucht, den Schwan einzufangen, doch er ist uns immer wieder entwischt.“ Glücklicherweise habe man die Schnur schließlich fast vollständig entfernen können, sodass für das Tier keine akute Lebensgefahr mehr bestand. Trotz solcher unschönen Vorfälle sind die DLRG-Mitglieder sehr gern am Strand. „Dieser Strand ist wirklich super, für mich ist es mit Abstand der schönste Strand an der Förde“, findet Ulrichsen.“ Steine gibt es hier kaum und das Wasser ist anfangs schön flach“, betont er.

Diese Meinung teilen viele Strandgäste. „ Uns gefällt es hier sehr gut, nur die Wellen vermissen wir “, berichten Marko Riedel (41) und seine Tochter Eva (8), zwei Urlauber aus Potsdam, die zum ersten Mal im Norden Urlaub machen. Zwei weitere Gäste, die aus der Nähe von Zürich wenige Stunden zuvor angereist sind, haben ebenfalls einen guten Eindruck vom Strand. „Der Spielplatz und das Volleyballfeld machen alles perfekt, hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Es ist sauber und man kann hier super entspannen. Das Einzige, was es zu beanstanden gibt, ist, dass der Kiosk erst um 12 Uhr öffnet“, sagt Daniel Heindl (41). Im Strandpavillon sind mehrere Toiletten vorhanden, die regelmäßig gereinigt werden. Außerdem gibt es direkt am Strand drei funktionstüchtige, kalte Duschen und einen großzügig angelegten Spielplatz, der mit vielen neuen Spielgeräten, unter anderem einer Holzeisenbahn zum Klettern, ausgestattet ist.

Die Sauberkeit am Strand lässt trotz vieler Entsorgungsmöglichkeiten zu wünschen übrig, da im Sand Zigarettenstummel und Glasscherben liegen. Und es gibt noch eine schlechte Nachricht: Das Bistro, das bis kurz vor den Ferien noch Strandgäste im Pavillon bediente, sei aufgrund eines Insolvenzverfahrens geschlossen, erklärt Gemeindesprecherin Sarah Schöning. Für das leibliche Wohl ist dennoch gesorgt, direkt neben dem Bistro befindet sich ein Kiosk, in dem Getränke und Snacks angeboten werden.




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