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Projektgruppe Ausländische Arbeiterkinder : Der kleine Schmelztiegel in der Neustadt feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

AAK wurde vor 40 Jahren gegründet

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 07:50 Uhr

Das Jugendzentrum AAK in der Neustadt kann auf 40 bewegte Jahrzehnte zurückblicken. Ein Grund, um am Wochenende mit vielen Gästen, Ehemaligen, Jugendlichen und Kindern im Rahmen eines Tags der offenen Tür zu feiern.

Der Ursprung geht auf ein Projekt eines Flensburger Gymnasiums im Jahr 1973 zurück, wo sich Schüler mit einer Idee zur Betreuung ausländischer Kinder befassten. Zwei Professoren der damaligen Pädagogischen Hochschule und Studenten gründeten daraufhin die „Projektgruppe Ausländische Arbeiterkinder“ (AAK), die seither als Jugendzentrum die Jugend- und Migrationsarbeit vorwiegend im Flensburger Norden ganzheitlich anbietet. Am vergangenen Sonnabend gab es ein Fest mit vielen Sport- und Mitmachangeboten und Besichtigungen im ganzen Gebäude im Stadtteilhaus.

Nach dem Besuch der Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar und weiterer Vertreter der Jugendförderung der Stadt gab es viel Zeit, rund um die Fotoalben mit ehemaligen Kollegen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Das gesamte Team und die Ehrenamtlichen um AAK-Leiter Kai Schröder hatten den Tag vorbereitet. Alle Räumlichkeiten wie das Jugendcafé, der Beamer-Raum, das Spielhaus, das Studio, Rechner und Spielkonsolen wurden gezeigt. Hans Thiesen, stellvertretender Vorsitzender der AAK und Gründungsmitglied, schlug den Bogen in die Vergangenheit. „Das Wort Migrationsarbeit gab es damals zwar noch nicht, aber hier in der Neustadt wurde es immer schon praktiziert“, sagt Thiesen. Angefangen hatte alles in einem Hinterhof in der Neustadt, dann ging’s für einige Jahre in der Duburger Straße weiter bis schließlich in der Neustadt 12 über dem Stadtteilbüro das jetzige Quartier gefunden wurde.

Die ehemaligen Mitarbeiterinnen Doris Grothe und Ruth Dohna ahben in diesen Jahren viele Jugendliche begleitet und erlebt, wie durch Respekt und gegenseitige Wertschätzung Brücken zwischen den Kulturen gebaut wurden. Das konnte auch Erdal Kösgeroglu hier als Kind erfahren. Er hat hier seine Jugend verbracht. Sogar seine erfolgreiche Bewerbung als Schiffbauer bei der FSG hat er zusammen mit den Erzieherinnen hier geschrieben.

Hausaufgabenbetreuung und Sprachkurse, die Klassiker im Angebot, stehen bei der AAK auch heute noch hoch im Kurs, aber auch alle neuen Medien. Ausflüge und viele Fahrten haben das Programm erweitert. Kai Schröder sieht in der Vernetzung der vielen Arbeitskreise, der Runden Tische und der Arbeitsgemeinschaften und Jugendangebote im Norden die Chance, hier weiter eine gute integrative Arbeit nachhaltig voranzubringen. Die regelmäßigen Aktivitäten mit Stadtteilfesten, interkulturellen Veranstaltungen wie dem Kinderfest oder das „Move“ in der Neustadt steigern die Lebensqualität. Ein neues Projekt zeigt in die Zukunft: „Kultur macht stark“, steht in den Startlöchern. Und Kai Schröder, den hier in der Neustadt jeder kennt, wünscht sich noch ein Kochmobil, für das gesunde Kochen vieler Kulturen.

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