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Oberbürgermeister-Wahl in Flensburg : Der Kampf ums Rathaus: Jede Stimme kann zählen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Faber, Lange, Richert oder Drews: Am Sonntag wird Flensburgs Oberbürgermeister gewählt. Was Sie wissen müssen.

Flensburg | Genau 76.489 Flensburger ab 16 Jahren dürfen am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr den Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin für die nächsten sechs Jahre (Amtsantritt: 16. Januar 2017) wählen. Zur Wahl stellen sich neben Amtsinhaber Simon Faber (47, SSW) die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lange (39, die auch von der Flensburger CDU und den Grünen unterstützt wird), FDP-Fraktionschef Kay Richert (43) und der parteilose Optikermeister Jens Drews (53).

Amtsinhaber Simon Faber, Kandidat des SSW.
Amtsinhaber Simon Faber, Kandidat des SSW. Foto: dewanger
 

Um am Sonntag bereits als neuer Rathauschef festzustehen, müsste ein Bewerber mindestens eine Stimme mehr auf sich vereinen als alle drei Konkurrenten zusammen – also mindestens 50,01 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sollte das kein Kandidat schaffen, kommt es zwei Wochen später zwischen den beiden erstplatzierten Bewerbern zur Stichwahl.

Kandidatin von CDU, SPD und Grünen:  Simone Lange.
Kandidatin von CDU, SPD und Grünen: Simone Lange. Foto: Dwa
 

Für 4600 Flensburger ist die OB-Wahl indes bereits gelaufen. Sie hatten Briefwahl beantragt und/oder im Europaraum des Rathauses ihre Stimme abgegeben. Dass die Zahl der Briefwähler von 3000 im Jahr 2010 um 1600, mithin um mehr als 50 Prozent gestiegen ist, heißt nicht automatisch, dass die Wahlbeteiligung kräftig steigen muss. Denn während die Wahlteilnahme zuletzt von Wahl zu Wahl schrumpfte, stieg zugleich der Briefwähleranteil beständig.

Kandidat der FDP: Kay Richert tritt zum zweiten Mal an.
Kandidat der FDP: Kay Richert tritt zum zweiten Mal an. Foto: Dwa
 

Vor sechs Jahren, als das Bewerber-Tableau mit neun Kandidaten für viele Flensburger reichlich unübersichtlich erschien, beteiligten sich 20.221 Flensburger an der Wahl – das waren gerade einmal 27,8 Prozent. Obwohl einiges dafür spricht, dass die Beteiligung dieses Mal wieder steigen könnte: Am Ende können wenige Stimmen den Ausschlag geben. 2010 schaffte es Elfi Heesch mit 5067 Stimmen oder 25 Prozent in die Stichwahl. SSW-Kandidat Simon Faber reichten sogar 3925 Unterstützer, um in die Stichwahl zu kommen.

Ohne Ratsfraktion: OB-Kandidat Jens Drews.
Ohne Ratsfraktion: OB-Kandidat Jens Drews. Foto: Staudt
 

Neben der traditionell starken Mobilisierung seiner Partei könnte Faber diesmal auch der Amtsbonus helfen. Damals auch schon dabei: FDP-Mann Kay Richert, der mit 2671 Stimmen Platz 4 von 9 und einen Achtungserfolg schaffte. Schwer zu sagen, wie wichtig die Unterstützung durch die Parteien ist. Deshalb ist wohl am schwersten einzuschätzen, wie weit Jens Drews als unabhängiger Bewerber kommen kann: 2010 erreichte Ulrich Scholl von den Anwärtern ohne Partei oder Fraktion im Rücken die meisten Stimmen – 1775 oder 8,8 Prozent (allerdings unter neun Kandidaten).

Das Ergebnis von Simone Lange dürfte nicht zuletzt davon abhängen, wie stark sie neben Rot-Grün auch die CDU-Wähler mobilisieren kann. Bei der Landtagswahl 2012 erhielt sie 12  443 Stimmen – aber das ist mit der OB-Wahl kaum zu vergleichen.

Einen Eindruck von den Kandidaten können Sie im Video bekommen - unsere Redakteure haben die Bewerber jeweils zehn Minuten im Medienhaus des sh:z interviewt. Alles, was Sie zur Wahl wissen müssen, finden Sie hier.

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erstellt am 04.Jun.2016 | 12:11 Uhr

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