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10. Drachenboot-Cup Flensburg : Der Drachen auf Schrumpfkurs

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nur 47 Boote kämpften im Innenhafen um den Drachenboot-Cup. Vor vier Jahren waren es fast doppelt so viele. Dank des Charity-Boots erhält die Praxis ohne Grenzen 1000 Euro.

Flensburg | Man hätte es sich denken können: Zum Jubiläums-Drachenboot-Cup, der 10. Auflage, herrschte bestes Postkartenwetter in und über dem Flensburger Hafen: Blauer Himmel, wenig weiße Wölkchen, sommerliche Temperaturen. So fanden einige Tausend Besucher den Weg an die Hafenspitze, sei es um Familienmitglieder, Freunde oder Arbeitskollegen anzufeuern. Mit den Automatisierungstechnikern von Greylogix gab es auch einen neuen Sieger, vor Berufsfeuerwehr und Stadtwerken.

47 Teams aus Flensburg und Umgebung wollten den Cup für ihr Unternehmen nach Hause holen. Damit konnten die Teilnehmerzahlen aus den vergangenen Jahren nicht gehalten werden. 2012 kämpften noch 60 Boote im Innenhafen, im Jahr davor 66. Und es ist noch gar nicht lange her beim Flensburger Drachenbootrennen, dass die Teilnehmerzahl auf rund 90 begrenzt werden mussten – bei bis zu 150 Anmeldungen. 2009 waren zuletzt 91 Teams am Start – volles Haus im Hafen. Ob es an den sintflutartigen Regenfällen bei den Rennen der vergangenen Jahre gelegen hat, deren Bilder vielen Teilnehmern und Zuschauern immer noch in Erinnerung sind? Einzelne Teilnehmer nannten am Sonnabend auch vergleichsweise hohe Kosten in Verbindung mit dem Rennen.

Dennoch war ein wieder ein buntes Feld von Startern zusammengekommen: Von den Awo-Servicehäuser bis zu Robbe & Berking, von der Versatel bis zur Meierei Krusau, vom Holländerhof bis zum Arbeiter-Bauverein. Andererseit suchte man traditionsreiche Teilnehmer wie Altstadt-Taxi oder Audi-Zentrum vergeblich im Starterfeld.

Als „professionelle“ Seefahrer gehörte die Förde-Reederei Seetouristik zur Aufstellung. Teamcaptain Leonhard Neuschäfer gab den Schlachtruf vor: „Wem gehört die Förde?“ – „Uns!“, gab sein Team zurück. Letztes Jahr noch in den Top 30 vertreten, reichte es jetzt nur für den 41. Platz.

Zu den Neuerungen gehört auch das Wegfallen der Frauenquote. Für ein paar Teams war es durchaus schwierig gewesen, diese Auflage zu erfüllen. Trotzdem gab es eine gesunde Mischung von Männern und Frauen in den Dachenbooten.

Während der Mittagspause auf dem Wasser heizte die Flensburger Band „Soulution“ den Gästen ein. Auf der Bühne spielten sie die Klassiker wie „I’m A Soul Man“ oder „I Feel Good“. Round Table 53 kümmerte sich um das Charityboot. Zusammengekommen sind 1000 Euro, die der „Praxis ohne Grenzen“ zu Gute kommen werden. Vize-Stadtpräsidentin Inge Krämer bedankte sich für den Ehrgeiz und die schöne sportliche Kulisse.

Preise für das jüngste Team mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren gingen an NewSixx und das älteste Team mit einem Alter von 43,4 Jahren an die Diako. Der Kostümpreis wurde von den „Hippies“ der Stadtwerke Flensburg eingeheimst.

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erstellt am 25.Aug.2013 | 18:47 Uhr

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