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Flensburger Gastronomie : Der Chinese im Gewerbegebiet

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Leerstände Schleswiger Straße: Einzelhandel verboten, Gastronomie erlaubt / Mit 350 Plätzen ist das „Phönix“ eines der größten Restaurants

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 05:24 Uhr

Es liegt gut versteckt hinter einem nagelneuen Parkplatz, viele Meter entfernt von der Straßenfront. In einer Halle an der Schleswiger Straße hat am Sonntag das Restaurant „Phönix“ eröffnet, mit 350 Plätzen eines der größten Restaurants weit und breit. Zum Vergleich: Das auch nicht gerade kleine „Isabella“ in Harrislee hat gerade einmal 150 Plätze.

Damit hat die seit Jahren notleidende Schleswiger Straße einen Leerstand weniger. Zwischen Bleiche und Stadtrand stehen aber immer noch zahlreiche Immobilien leer, liegen ganze Grundstücke brach. Dabei stehen etliche Bewerber Gewehr bei Fuß, die jedoch nicht zum Zuge kommen. Der Grund: Die Stadt lässt hier keinen Einzelhandel zu, weil sie die Innenstadt und auch die beiden großen Einkaufsparks vor neuer Konkurrenz schützen will. Auf diese Weise konnte zum Beispiel ein Discounter aus dem Bereich Sportartikel in Flensburg nicht Fuß fassen. Die meisten Bebauungspläne im Bereich der Schleswiger Straße sehen hier Gewerbe vor; das hat dazu geführt, dass mangels Interessenten viele Grundstücke frei bleiben.

Diese Regelung gilt auch für das Grundstück Schleswiger Straße 68 im Bereich des Bebauungsplans 177. Deshalb durfte das frühere Büro- und Lagergebäude – auch eine Boxhalle soll es hier gegeben haben – auch nicht für Einzelhandel genutzt werden. Für Gastronomie gelten diese Beschränkungen jedoch nicht, wie Clemens Teschendorf, Sprecher der Stadt Flensburg, erläutert.

Nun ist die Schleswiger Straße gemeinhin nicht für seine Kneipendichte bekannt. Eigentlich gibt es hier nur das Café del Sol direkt am Förde-Park, mit 450 Plätzen einschließlich Veranda noch deutlich größer als das „Phönix“. Dessen Restaurantchef Yingjie Liu, ein junger Chinese, der zuvor viele Jahre in Berlin, aber auch in Kiel gelebt hat, findet die Lage des „Phönix“ gar nicht so schlecht. „Wir sind früher in Flensburg gewesen und haben uns umgeschaut. Man findet ja ganz schwer einen Parkplatz und muss immer weit laufen.“ Vor dem „Phönix“ gibt es rund 50 Parkplätze, das war der Betreiberfamilie – Chef ist Tongyou Liu – wichtig.

Im Restaurant gebe s rund 15 Beschäftigte. Das Team der Köche sei neu zusammengestellt, deshalb setze man zunächst auf das traditionelle Angebot der chinesischen Küche. Wenn das Team eingespielt sei, wolle man nach und nach auch Besonderheiten und Spezialitäten auftischen, so Liu. Herzstück des sehr weitläufigen Restaurants sind mehrere Zeilen für das Buffet, an dem sich die Gäste selbst bedienen.

Grundstück und Gebäude wurden von der Flensburger Firma Carax für die neue Nutzung umgestaltet. Für den Parkplatz wurde ein altes Bürogebäude abgerissen, die frühere Lagerhalle umgebaut und modernisiert.

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