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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 03:53 Uhr

Wohnungsmarkt : Der Boom der Studentenhäuser

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von der Zentrale 41 bis zum Vividomo – wie der wachsende Bedarf an studentischem Wohnraum in Flensburg befriedigt wird

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 11:45 Uhr

Rund 9000 Studierende an Universität und Fachhochschule mischen jedes Jahr im Herbst zunehmend den Flensburger Wohnungsmarkt auf. Allein zwei neue Studentenwohnheime sind auf dem Campus in Planung – eines davon soll zwischen Campusbad und Uni-Hauptgebäude entstehen: 113 Einzelzimmer in einem fünfstöckigen Wohnheim mit Mieten ab 280 Euro (brutto warm) inklusive Internetanschluss. Doch aufgrund ungeklärter Entwässerungsfragen hat das Studentenwerk als Bauherr den Baubeginn immer wieder verschieben müssen. „Wir wollen auf jeden Fall auf diesem schönen Campus bauen“, sagt Michael Doberschütz vom Studentenwerk – wenn nicht genau dort, dann anderswo auf dem Campus. Ein zweites Wohnheim ist südlich vom Uni-Erweiterungsbau von einem privaten Investor geplant. Weiter ist bereits der Selbsthilfe-Bauverein SBV mit seinem Projekt „Vividomo“ am Munketoft in Bahnhofsnähe – wenige Meter vom Management-Institut der Uni entfernt. Dort soll eine Pauschalmiete mit allen Nebenkosten ohne Strom (für 299 Euro) angeboten werden. In der alten Schokoladenfabrik entstehen gerade 72 Ein- und sechs Zwei-Zimmer-Appartments, kleine Wohnungen für Schüler und Studenten. Am 1. November sollen sie bezugsfertig sein.

Keine 500 Meter weiter Richtung Innenstadt hat gerade das Tochterunternehmen einer weiteren regionalen Baugenossenschaft ein leerstehendes Bürogebäude binnen zwei Jahren zum Studentenhaus mit 41 Appartements gemacht: Zentrale 41 heißt das Studentenhaus-Projekt der Gewoba-Tochter BUD an der Dr. Todsen-Straße 7 ebenso selbstbewusst wie plakativ. Dort sind in den vergangenen Monaten 41 Studentenappartements mit Gemeinschaftsflächen entstanden. 33 Wohnungen verfügen über ein eigenes Badezimmer sowie eine Pantryküche. In acht Wohnungen teilen sich je zwei Partien ein Bad. In jeder Etage gibt es einen großen Gemeinschaftsraum mit Einbauküche. Zwischen 280 und 380 Euro kosten die Wohnungen .

Dabei ist in der Miete alles an Infrastruktur enthalten, was die jungen Leute nach Auffassung von BUD-Chef Christian Sommer zum Studentenleben brauchen: Internet (16Mbit) und alle Nebenkosten wie Wärme, Wasser, Kabelfernsehen. Einen Steinwurf vom Deutschen Haus entfernt hat BUD binnen sechs bis acht Monaten rund 1,1 Millionen Euro investiert – um- und ausgebaut habe man nur mit Handwerksfirmen aus der Region. „Die Nachfrage nach diesen Wohungen ist ungebrochen“, sagt Sommer. Das Plakat mit den 16 bis 28 Quadratmeter großen Appartments habe nur einen Tag ausgehangen, da sei man mit Anfragen überhäuft worden. Längst seien alle Wohnungen vermietet – bis zum Uni-Semesterstart Mitte Oktober alle bezogen. Genossenschaftsmitglied müsse man dafür nicht werden, es gebe moderate Kündigungsfristen. Sommer sagt: „Die Studierenden sollen spontan ein- und auch ausziehen können.“

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