Steinbergkirche : Der Bismarckturm ist regenfest

Seit einem halben Jahr laufen die Sanierungsarbeiten für den Bismarckturm.
Seit einem halben Jahr laufen die Sanierungsarbeiten für den Bismarckturm.

Halbzeit bei den Sanierungsarbeiten auf dem Scheersberg: Das Wahrzeichen Angelns ist ab Juli wieder geöffnet.

shz.de von
08. Januar 2018, 13:29 Uhr

Gegenwärtig ist Halbzeit bei der umfangreichen Sanierung des Bismarckturms auf dem Scheersberg. „Das Dach ist fertig und endlich dicht”, verkündet Jugendhof-Chef Karsten Biermann. Nur ganz oben fehlt noch die markante Turmspitze. Landrat Wolfgang Buschmann hat bereits einen wichtigen Termin in seinen Kalender geschrieben: Freitag, 6. Juli. An diesem Tag soll in einem offiziellen Festakt die Wiedergeburt des 32 Meter hohen „Wahrzeichens der Landschaft Angeln“ (Buschmann) gefeiert werden. Am Tag darauf finden dann auch Einheimische und Touristen wieder Zugang zum 118 Jahre alten Gebäude und können von der Aussichtsplattform den Blick auf Land und Meer genießen.

In den Innenräumen ist eine umfassende und dauerhafte Kunst- und Informationsausstellung geplant. Wegen des erbärmlichen Zustands des Turms, hervorgerufen durch Durchfeuchtungen, Korrosion und Frostaufbrüche im Mauerwerk, hatten Experten schon vor Jahren erkannt, dass Stabilität und Standsichheit gefährdet seien. Ergo: Im September 2014 wurde das Gebäude für Besucher gesperrt.

Für den Kreis als Eigentümer der „Bismarck-Immobilie“ ist das Sanierungsprojekt deshalb so bedeutsam, weil es als „identitätstiftendes Denkmal“ eingestuft wird. Die vom Kieler Ministerium für Justiz, Kultur und Europa bewilligten 633 500 Euro plus die rund 160 000 Euro vom Kreis werden eingesetzt, um den steinernen Patienten zu kurieren.

Hinter einem schützenden Mantel rund um den Bismarckturm beginnen jetzt von einem Gerüst aus die Arbeiten an Fugen im Mauerwerk. Danach kommt der Innenbereich mit der Erneuerung der Fenster an die Reihe. Zu den Extras gehören unter anderem neue Elektroinstallationen und eine moderne Blitzschutzanlage.

Was die Seminararbeit im Jugendhof betrifft, so freuen sich nicht nur die Jungfilmer auf Dreharbeiten mit spannenden Takes „von ganz oben“.

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