Denkmäler: Die Spuren des Paul Ziegler

Von Ziegler geprägt: seine Enkel Gertrud Sperschneider, Gerhard und Jakob Ziegler mit dem neuen Faltblatt im Burghof.   Foto: Euler
Von Ziegler geprägt: seine Enkel Gertrud Sperschneider, Gerhard und Jakob Ziegler mit dem neuen Faltblatt im Burghof. Foto: Euler

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12. September 2009, 03:59 Uhr

Flensburg | Gertrud Sperschneider, geborene Ziegler, kann sich noch gut an ihren Großvater erinnern. Nach seiner Pensionierung 1939 nahm der ehemalige Flensburger Magistratsbaurat seine damals fünfjährige Enkelin auf ausgedehnte Spaziergänge durch die Stadt mit. "Flora, Fauna und natürlich die Architektur - er hat mir alles erklärt", sagt sie. Vom Wohnhaus Paul Zieglers in der Heinrich-Schuldt-Straße auf der Westlichen Höhe bis zum Schrebergarten der Familie auf Jürgensby führten ihre Wanderungen - vorbei an vielen Bauten, die ihr Großvater mit dem Architekten Theodeor Rieve seit 1905 errichtet hatte: darunter AVS und Handelslehranstalt, das Deutsche Haus und den Burghof, das erste Werk des Schwaben in Flensburg.

Zum morgigen Tag des Denkmals hat die Burghof-Eigentümergemeinschaft die Steintafel, die an einer Backsteinwand an Ziegler erinnert, vom Efeu befreien lassen. Eine weitere, ganz neue Tafel soll ihn ab morgen ehren: Um 11.30 Uhr wird im Foyer des Deutschen Hauses ein Bronzerelief mit seinem Konterfei enthüllt. Gefertigt wurde es auf Initiative des Vereins Flensburger Baukultur und des Verschönerungsvereins vom Bildhauer Heinrich Oettinger.

Die Kunsthistorikerin Gertrud Sperschneider kommt selbstverständlich auch zur Enthüllung - mit ihren Cousins Jakob Christian und Gerhard Ziegler, die - als Tiefbautechniker und Bauingenieur - ebenfalls beruflich vom prominenten Opa geprägt wurden. Anlässlich der Ehrung gibt die Stadt zusammen mit den beiden Vereinen das Informationsblatt "Paul Ziegler - Magistratsbaurat in Flensburg 1905-1939 - Wege zu seinen Bauten" heraus.

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