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Flensburger Tageblatt

13. Dezember 2017 | 14:32 Uhr

Dem Weltkulturerbe näher gerückt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das idyllische Christiansfeld wird von der dänischen Kulturministerin unterstützt: In anderthalb Jahren fällt die Entscheidung

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 15:14 Uhr

– Auf der Vorschlagsliste für das Weltkulturerbe hat Christiansfeld eine halbe Ewigkeit gestanden: Jetzt kommt die Stadt, die einst von den Herrnhutern gegründet wurde, ihrem Wunsch, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden, einen Schritt näher.

Die dänische Kulturministerin Marianne Jelved hat während des Besuchs einer Koldinger Delegation die Bewerbung der Christiansfelder unterzeichnet und damit signalisiert, dass Dänemark die Bewerbung unterstützt.

„Erhält Christiansfeld den Titel, trägt dies dazu bei, die Geschichte Dänemarks zu erzählen“, sagte Ministerin Jelved bei der Unterzeichnung der Bewerbung.

Für das Koldinger Stadtoberhaupt Pedersen ist somit ein weiterer Meilenstein auf dem langen, steinigen und kostspieligen Weg zur Anerkennung Christiansfelds als Weltkulturerbe erreicht: „Sollte unsere Bewerbung Erfolg haben, sehe ich darin ein enormes Potenzial für die gesamte Region“, bekräftigt er.

An dem Bewerbungsschreiben – ein regelrechtes Buch, in dem jedes Detail stimmen muss, um von der Unesco in Betracht gezogen zu werden – hat die Kommune seit Jahren gearbeitet. Im Prinzip gebe es bereits seit den 80-er Jahren Bestrebungen, Christiansfeld als Weltkulturerbe ins Spiel zu bringen, schildert Pedersen. Ende der 90-er Jahre erhielt das Vorhaben neue Impulse – und seit drei Jahren arbeitet die Kommune Kolding, zu der das kleine, idyllische Christiansfeld gehört, zielgerichtet und forciert an dem Projekt – in Zusammenarbeit mit der Brüdergemeinde der Herrnhuter und dem Fonds „Realdania“. Ein umfassendes Stadtrestaurierungsprojekt mit einem Volumen von insgesamt 200 Millionen Kronen haben die Beteiligten in einer konzertierten Aktion seither auf den Weg gebracht. Auch der Mærsk-Fonds unterstützte das Vorhaben: Dank seiner Förderung konnte im Jahr 2012 das Schwesternhaus der Brüdergemeinde nach einer umfassenden Restaurierung in neuer Pracht der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Kommune Kolding beteiligte sich ihrerseits, indem sie zweistellige Millionensummen – unter anderem für stadtbildgerechte Straßenbelage – einsetzte. Denn auch für die bei der Stadtsanierung verwendeten Baumaterialien, müsse jede Kleinigkeit stimmen, so Pedersen, da man ansonsten das begehrte Aushängeschild Weltnaturerbe ganz schnell wieder los sei.

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