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Ausbildungsplatz 2016 : Deckblatt, Mappe und Papier: Wenn Details über den Erfolg der Bewerbung entscheiden

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein Deckblatt gehört nicht grundsätzlich zu einer Bewerbung, kann aber das Zünglein an der Waage sein. Für Bewerbungsmappen gilt die Devise „schlicht statt schrill“.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2015 | 05:15 Uhr

Flensburg/Neumünster | Im Internet lassen sich zahlreiche Portale und Foren finden, auf denen es eine Vielzahl an Ratschlägen und Tipps für die perfekte Bewerbung gibt. Doch wer sich durch die Webseiten klickt, stellt schnell fest, dass die Empfehlungen oft ganz unterschiedlich sind und sich teilweise sogar widersprechen. Welche Bewerbungstipps aus dem Netz können bedenkenlos angewandt werden? Und welche nicht? Wir haben zwei Ausbildungsexperten aus dem Land mit einigen Tipps und Anregungen aus dem Internet konfrontiert.

Ist es notwendig, dass die Bewerbung ein Deckblatt enthält?

„Ein Deckblatt ist nicht notwendig, kann jedoch dazu dienen, die Bewerbung optisch aus der Masse an Bewerbungen hervorzuheben“, sagt Andrea Julke von der Agentur für Arbeit Neumünster.

„Ein Deckblatt kann, muss aber nicht sein“, urteilt Heino Ewald, Ausbildungsexperte bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Flensburg. „Darauf sollten dann Name und Anschrift oben links, das Foto oben rechts und mittig ,Bewerbung' und die Stelle, um die es geht, aufgeführt sein.“

IHK
IHK-Ausbildungsexperte Heino Ewald

Was ist hinsichtlich der Gestaltung in Ordnung und was nicht?

Julke sagt: „Das Deckblatt ist dem Lebenslauf vorgeschaltet und ein geeigneter Ort für das Bewerbungsfoto und die wichtigsten persönlichen Daten, wie Name, Adresse und Beruf.“ Damit könne ein Personalchef neugierig gemacht werden. „Und man gibt ihm einen Moment Gelegenheit, sich auf die folgende ,Informationsflut' einzustellen.“

Sind teure Bewerbungsmappen überflüssig, weil sie keinen Effekt erzielen?

Für Julke gilt im Allgemeinen: „Je anspruchsvoller die Stelle, desto hochwertiger sollte die Bewerbungsmappe sein. Bei individuellen Bewerbungen sticht man mit hochwertigen, farbigen Bewerbungsmappen heraus.“

BA
Andrea Julke (Arbeitsagentur Neumünster)
Welche Farben sind für die Mappe ratsam?

„Bewerbungsmappen werden überwiegend in den Standard-Farben Weinrot, Grau, Dunkelblau und Schwarz angeboten“, sagt Julke. „Man wählt die Farbe, die am besten mit dem Unternehmen korrespondiert. Oft kann man die Unternehmensfarben bereits aus dem Firmen-Logo ableiten“ Die Hintergrundfarbe des Bewerbungsfotos sollte ebenfalls mit der Farbe der Bewerbungsmappe stimmig sein. „Es gibt auch besonders auffällige Bewerbungsmappen mit farbigen Verzierungen und in besonderen Formen. Wenn man sich nicht gerade im Kreativ- oder Marketingbereich bewirbt, wird eher ein schlichtes Design empfohlen.“

Ähnlich äußert sich Ewald: „Schrille Farbtöne sind zu vermeiden - seriöses Schwarz oder Dunkelblau sind angebrachter.“

Welche Dicke sollte das Papier haben? Genügt Kopierpapier?

Dazu sagt Ewald: „Es gilt: Nicht zu dick auftragen! Normale Papierstärke, also Kopierpapier, reicht völlig aus.“

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