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Flensburger Tageblatt

21. August 2017 | 21:45 Uhr

Dauereinsatz für Helfer und Sportler

vom

12. Ostseeman nutzt zum ersten Mal den erweiterten Fördeplatz / Vier Unfälle - einer davon schwer

Glücksburg | Unbemerkt in einem der hinteren Zelte schmierten Sina Freiknecht, Maren Peper, Susanne Reich, Ingrid Koch und Bianca Schoster Brötchen für die Helfer des 12. Ostseeman in Glücksburg. Seit 5.30 Uhr waren die Frauen dabei. 1600 Brötchen teilten sie in zwei Hälften und belegten sie mit Käse oder Wurst. Marlies Möller verpackte die Teigwaren - immer zwei in einer Alufolie - und ihr Mann Jürgen bereitete sie für den Transport zu den Ausgabestellen vor, wo die 450 Helfer beherzt zugreifen konnten. "Morgens ist es schon mal hektisch", sagte Marlies Möller gestern, "aber dann wird es ruhig. Stress bringt nichts." Sie und ihre Mann helfen von Beginn an beim Ostseeman mit.

"Sieben, sechs, fünf, vier..." und etliche Triathleten hielt nichts mehr zurück. Sie legten beim 12. Ostseeman einen Frühstart hin. Da hatten die insgesamt 1500 Sportler bereits ihre Taschen gepackt und in den Wechselzonen abgelegt, unterstützt von den vielen ehrenamtlichen Helfern. Seit den Morgenstunden halfen die Freiwilligen in den Wechselzonen, hielten den Startbereich, später die Rad- und die Laufstrecke frei, reichten Getränke und Nahrung zu oder unterstützten die Kampfrichter um Georg Palm vom Schleswig-Holsteinischen Triathlonverband.

Mit dem ersten Sportler, der nach der Schwimmdisziplin aufs Rennrad stieg, fuhren auch Motorräder der Johanniter aus Schleswig auf die Strecke. Zu fünft waren die Ersthelfer auf ihren schweren Maschinen angereist, ausgestattet mit dem Nötigsten. Neben Defibrillator hatten sie vor allem Elektrolytlösungen und Verbandsmaterial in den Koffern verstaut. "Wir sind ausschließlich für die Betreuung der Radfahrer hier und haben uns auf Verletzungen wie Schürfwunden und Frakturen eingestellt", erklärte Rettungsassistent Norbert Buhr, der mit Kollege Christian Wahl auf den eigenen Einsatz noch wartete. Im Medizinischen Bereich waren neben der Bundeswehr Mitglieder des DRK Glücksburg-Sterup vor Ort. Die DLRG hatte sich auf dem Wasser für mögliche Hilfseinsätze verteilt. Zahlreiche Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren unterstützten das Ereignis.

Der Flensburger Schwimmclub war stark vertreten. Nicht nur mit den zwölf Mitgliedern um Susanne Leevsen und Tim Zidorn, die beim Ostseeman starteten. Am Strand frühstückten Angehörige und Vereinskollegen zwischen den Strandkörben. "Die Zeiten sehen gut aus", gaben sie eine erste Einschätzung ab.

Für den neu gestalteten Fördeplatz haben die Schwimmer, die seit einigen Jahren verstärkt beim Ostseeman antreten, nur Lob übrig. "Der Platz ist einladender so und sei aus Sportlersicht besser", sagte die Vorsitzende Petra Hoffmann. Das bestätigte auch Pernilk Skaanning aus Lemvig in Dänemark. Mit ihrer Familie saß die junge Dänin an der Radstrecke und feuerte Vater Per Krohn Jensen an, der zum sechsten Mal mitmachte.

Als Schirmherr in diesem Jahr gab Christoph Prinz zu Schleswig-Holstein das Startzeichen. Mit Moderator Christian Pipke zuvor noch im Gespräch, teilte der Schlossherr seine große Bewunderung für die Sportler, aber auch für das Organisationsteam und alle Helfer mit. "Ich könnte diesen Sport nicht in den Morgenstunden machen", ließ er noch wissen, bevor es für die Sportler ernst wurde.

Den Tag über kontrollierten die drei Mitarbeiter des Ordnungsamts Glücksburg den ruhenden Verkehr. Bis zum späten Mittag hatte Sabine Fasel 47 Fahrzeuge aufgeschrieben. "Das sind nur die, die am meisten behindert haben." Eigentlich brauche er sechs Kontrolleure, sagte ihr Chef Sebastian Dressel.

Initiator, Organisator und Rennleiter Husen zog gestern Nachmittag die erste Bilanz: " Aus Sicht der Athleten war es eine fehlerfreie Veranstaltung. Wir hatten aber vier Unfälle, von denen einer schwer war." Genaueres wollte Husen aus rechtlichen Gründen zu dem Zeitpunkt noch nicht sagen. Positiv sieht er die Auswirkungen des erweiterten Fördeplatzes. Die Fläche komme gut an, wie auch die erweiterte Sportmesse bei den Zuschauern regen Zuspruch gefunden hätte. Noch kein Urteil konnte Husen über das veränderte Verkehrskonzept abgeben. Da müsse er erst mit der Polizei sprechen.

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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