Fahrensodde : Dasa: Workshop für den Strandfrieden

shz.de von
15. Juli 2010, 06:29 Uhr

Flensburg | Über die Zukunft des früheren Dasa-Geländes soll schon bald in einem breit aufgestellten Workshop nachgedacht werden. Das hat der Umwelt- und Planungsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. In die Überlegungen soll auch das städtische Grundstück Fahrensodde 1 (früher Haus Strandfrieden des Jugendaufbauwerks) einbezogen werden.

Die große Mehrheit stimmte nach längerer Diskussion für den Antrag der CDU-Fraktion, die "keine Erschließung von Fahrensodde ohne Bürgerbeteiligung" fordert. Weitere Kernpunkte sind aus CDU-Sicht die Sicherung der Wassersportvereine auf den bisher von ihnen genutzten Grundstücken und eine Überplanung des rund zwei Hektar großen Dasa-Areals mit einer Reihe von Vorgaben:

- Sicherung des heute vorhandenen maritimen Gewerbes

- Öffnung des Grundstücks zum Strand

- Schaffung eines öffentlichen Raums mit Aufenthaltsqualität in Strandnähe

- Berücksichtigung der Interessen aller heute vorhandenen Nutzer

- Sicherstellung einer "projekttragenden Finanzierung"

- Wegfall der bisherigen Vermietungsverluste

Zudem möchte die CDU den Twedter Strandweg ins Visier nehmen und seine Leistungsfähigkeit untersuchen lassen. Die schmale, kurvige, steile Verbindung zwischen Küste und Hangkrone ist die einzige, die zur Verfügung steht.

In einem Planungsworkshop, der voraussichtlich im Herbst stattfindet, sollen alle relevanten Gruppen ihre Ideen einbringen und die Möglichkeiten der Entwicklung sondieren. Zwar können und sollen Mitglieder der Ratsversammlung am Workshop teilnehmen, doch der Ausschuss wird sich erst nach Ende des Workshops mit dem Thema befassen und gegebenenfalls eine Entscheidung treffen.

Kontrovers wurde die Einbeziehung des Grundstücks Fahrensodde 1 (früher JAW) diskutiert. Während der Ausschuss Verkauf und Überplanung des Grundstücks in das Gesamtprojekt einbezogen wissen will, warnte Planungschef Michael Draeger vor genau diesem Schritt. Die Vermarktung des Grundstücks sei längst auf dem Weg, die Rede ist von fünf bis sieben Wohneinheiten, und der Verkaufserlös sei für die Weiterentwicklung des JAW an ihrem künftigen Standort bereits verplant. Draeger rechnet mit ersten Ergebnissen des Planungsworkshops und der verkehrlichen Untersuchung für Dezember.

Die Vertreter der WiF hatten einen ähnlichen Antrag eingebracht, erhielten aber letztlich keine Mehrheit im Ausschuss.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen