Schlagzeilen : Das wollen wir 2018 lesen

Das Tageblatt hat bei Menschen aus dem Kreisgebiet und der Stadt Flensburg nachgefragt, welche Schlagzeilen sie sich wünschen.

shz.de von
02. Januar 2018, 14:08 Uhr

Petra Nicolaisen

Die Bundestagsabgeordnete will sich auch im neuen Jahr dafür einsetzen, dass erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein günstiger werden. „Es ärgert und bewegt alle Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein und in meinem Wahlkreis, dass die erneuerbaren Energien gefördert werden, wir als Schleswig-Holsteiner beim Ausbau vorangehen, dafür aber mit höheren Stromkosten bestraft werden, da die Netzentgelte der Tennet höher sind“, sagt Petra Nicolaisen. Stattdessen fordert sie eine gerechtere Verteilung der Netzentgelte auf alle Bundesbürger – „und zwar vor 2021!“

Birte Pauls

Wenn es nach der Schleswiger SPD-Landtagsabgeordneten geht, soll in Schleswig noch in diesem Jahr ein Hospiz entstehen. Sie selbst hatte sich in der Landesregierung dafür stark gemacht, dass zukünftig mehr Geld in investive Maßnahmen auf diesem Gebiet gesteckt wird. Ein Gutachten habe ergeben, dass es in Schleswig-Holstein einen Bedarf von insgesamt 144 Einrichtungen zur Sterbebegleitung gebe – vorhanden seien jedoch lediglich 44. Die Landesregierung sicherte daher zu, künftig pro Jahr rund 500 000 Euro in solche Projekte stecken zu wollen. „Dass also in Schleswig in naher Zukunft ein Hospiz entsteht, ist mir ein großes Anliegen“, sagt Birte Pauls.

Petra Teegen

309 000 Kilometer hat der alte SUV der Norderbraruper Pferdeklappe bereits auf dem Buckel. Knapp 130 000 davon fuhr der alte Geländewagen allein in den letzten zwei Jahren. „Wir sind damit teilweise bis zum Chiemsee und nach Berchtesgaden gefahren, weil Pferde dahin mussten“, sagt Petra Teegen, Geschäftsführerin der Pferdeklappe. Für das neue Jahr wünscht sie sich endlich ein neues, zugkräftiges Auto, um die Tiere sicher transportieren zu können. „Allerdings wäre ich auch schon glücklich, wenn der Wagen noch einmal über den Tüv kommt und noch ein paar Jahre durchhält.“

Sandra Otte

Ein Jahr ohne Unfälle, ohne Einbrüche und ohne Verkehrsdelikte – „das ist zwar völlig utopisch, aber wünschenswert wäre es ja“, sagt Sandra Otte von der Polizeidirektion Flensburg.

Harald Krabbenhöft

Die Suche nach Nachwuchs gestaltet sich für die ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis immer schwieriger. „Wir haben im Moment rund 9000 Mitglieder im Kreis – aber die Altersstruktur ist zu hoch“, sagt DRK-Kreisverbandsvorsitzender Harald Krabbenhöft. „Wir leben von unten. Für die Ortsvereine wird es aber immer schwieriger, Nachwuchs zu finden.“ Vor allem für die Vereine vor Ort wünscht er sich deshalb in diesem Jahr steigende Mitgliederzahlen.

Gothart Magaard

„Die oft prekären Verhältnisse, in denen Kinder in unserem Land aufwachsen, machen mir große Sorgen“, sagt Bischof Gothart Magaard. Die Wege, etwas grundlegend zu verändern, seien jedoch schwierig und langwierig. Erfreut ist der Bischof deshalb darüber, dass es hier in der Region schon viele wegweisende Projekte gebe. „Ich würde mich freuen, wenn es uns mit vereinten Kräften gelänge, noch mehr gute Ideen zu entwickeln und existierende Strukturen weiter zu verbessern, damit alle Kinder eine gute Zukunft haben“, begründet der Bischof seine Wunschschlagzeile für das Jahr 2018: „Schleswig-Flensburg ist Europas kinderfreundlichste Region“.

Mark Rücker

Als Anerkennung für die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute und zur Werbung neuer Mitglieder hatte der Kreisfeuerwehrverband die sogenannte Fire Card an alle Freiwilligen Feuerwehren im Kreis verteilt. Mit dem Ausweis bekommen die Feuerwehrleute seit Oktober vergangenen Jahres Vergünstigungen in vielen Geschäften. „Die Firmen leisten so einen wichtigen Beitrag zur Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehren im Kreis Schleswig-Flensburg“, sagt Kreiswehrführer Mark Rücker. 30 Firmen beteiligen sich zurzeit an dem Projekt. Für dieses Jahr wünscht sich Rücker, dass noch weitere Firmen dazustoßen.

Dagmar Ungethüm-Ancker

„Die fortschreitenden Großprojekte Ostseeresort Olpenitz und die Schleiterrassen bieten für die Stadt Kappeln große Chancen, fordern uns aber auch heraus“, sagt Dagmar Ungethüm-Ancker, Bürgervorsteherin der Stadt Kappeln. Für 2018 wünscht sie sich daher, dass alle Entscheidungsträger miteinander und konstruktiv sich diesen Herausforderungen stellen.

Dörte Stielow

Problemstorch „Rabauke“ sorgte in Schafflund 2016 für Chaos, zerkratzte Autolack und Schaufensterscheiben und brachte den Verkehr auf der Bundesstraße zum Erliegen. Im vergangenen Jahr benahm er sich hingegen fast normal. Trotzdem starben drei seiner vier Jungen. Und auch beim letzten Überlebenden lief nicht alles nach Plan. „Eigentlich hätte er rund 70 Tage nach dem Schlüpfen fliegen sollen. Das hat er allerdings nicht geschafft“, erläuterte Dörte Stielow, auf deren Grundstück das Storchennest liegt, damals. Mittlerweile lebt der „Kleine Rabauke“, wie das Storchenkind getauft wurde, im Wildpark Eekholt – fliegen kann es jedoch immer noch nicht. „Wir hoffen sehr, dass der ,Kleine Rabauke‘ in diesem Jahr endlich das Fliegen lernt.“

Martin Willers

„Nur mit mehr Wildnis in unserer Landschaft kann die Tier- und Pflanzenwelt überleben und sich wieder regenerieren“, sagt Martin Willers vom Nabu Ostangeln. „Die Natur ist unsere Lebensgrundlage – wir dürfen und wir können sie nicht dem uneingeschränkten Wachstum opfern“, fordert er – auch mit Blick auf die Rodung des Gintofter Waldes.

Detlef Hauss

„Der Gemeindevertretung oder der Politik scheint die Arbeit, die wir hier bei der Tafel leisten, egal zu sein“, sagt Detlef Hauss, Leiter der Süderbraruper Tafel. „Ich wünsche mir, dass jemand von denen einmal persönlich vorbeikommt und sich ein Bild von dem macht, was wir hier leisten.“ Im diesem Jahr erhofft er sich daher mehr Unterstützung durch Kreis und Gemeinde und eine Wertschätzung der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer.

Andrea Gosch-Petersen

„Wir Landfrauen wünschen uns für 2018, dass Frauen auf dem Land bessere Chancen bekommen“, sagt Andrea Gosch-Petersen vom Landfrauen-Kreisverband Schleswig-Flensburg. „Dazu gehört etwa eine bessere Infrastruktur, so dass auch Frauen auf dem Land sich selbstständig machen können.“

 
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