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Flensburger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 09:25 Uhr

Flensburgs Kantinen : Das Studentenfutter-Haus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Campus-Mensa: Wo Fachhochschule und Universität die Grundlage für erfolgreiches Studieren legen.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2016 | 14:30 Uhr

Flensburg | Ob Arbeitsplatz, Kita oder Schule – Tausende Flensburger werden täglich in zig Kantinen und Mensen satt. In einigen davon haben wir uns einmal umgesehen. Heute zum Abschluss: Die Campus-Mensa.

„Mehr als nur Studentenfutter“, der Slogan der Hochschulgastronomie des Studentenwerks Schleswig Holstein verspricht viel. Swen Pietzsch, Leiter der Mensa auf dem Flensburger Campus, bestätigt: „In unsere Mensa kommen Studenten nicht nur zum Essen, sie ist auch ein Mittelpunkt geworden.“ Viele Studenten kämen nicht nur zum Mittagessen, sondern treffen sich auch zum Lernen, Quatschen und Verweilen.

Neben den Studenten kommen außerdem Dozenten und Beschäftigte der Hochschulen zum Essen in die Mensa. „Das Zusammentreffen von Fachhochschule und Universität in einer Mensa ist einzigartig für das Studentenwerk“, erklärt Pietzsch. Das stellt das 24-köpfige Team von Swen Pietzsch und seinem Stellvertreter Knud Petersen aber auch vor eine Herausforderung. „Wir müssen sowohl die vielen Lehramtsstudenten der Uni als auch die hauptsächlich technisch orientierten Studierenden der FH zufrieden stellen.“ Diese verschiedenen Orientierungen merke man auch im Essverhalten. „Wir versuchen da einen guten Mittelweg zu finden“, sagt der gebürtige Berliner Pietzsch, der seit drei Jahren für die Flensburger Mensa zuständig ist. Vorher war er viel im Ausland unterwegs und hat in der Privatgastronomie gearbeitet, aber „Kochen ist Kochen und Erbsensuppe bleibt Erbsensuppe – Hauptsache es schmeckt und sieht gut aus“, betont er. Die Gründung seiner kleinen Familie habe ihn dazu bewogen, sich neu zu orientieren.

Um nah an den Studenten zu bleiben, versuchen Swen Pietzsch und sein Team möglichst viele neue Trends mitzunehmen – das fängt bei der Fritz Cola an, geht über Bagels, die laut Pietzsch aber schon wieder out sind, und endet beim EC-Automaten im Eingangsbereich der Mensa. „Wir versuchen mit den Asten und den Studenten zusammenzuarbeiten“, sagt der Mensaleiter. So werden auch zwei- bis drei Mal im Jahr Partys in der Mensa veranstaltet. Wünsche und Anliegen können Studenten über die Mensa-Meinung äußern, die im Kassenbereich ausliegt. „Der Auftrag des Studentenwerks ist ja, die Studenten zu unterstützen“, sagt Pietzsch. Deshalb werden ab dem nächsten Sommer auch studentische Aushilfen eingestellt. Und auch bei den Preisen des Essens wird die Studentenfreundlichkeit beachtet. Ausgenommen vom sogenannten Mensa-Tipp, ist kein Essen für Studenten teurer als 2,80 Euro. Gewährleistet wird dies durch die Campuscard, die vom Kassenterminal automatisch als Bonuskarte erkannt wird. Auch für Hochschulangehörige gibt es eine Vergünstigung auf den Gästepreis. Die pikanten Sesamnudeln mit asiatischem Pfannengemüse liegen bei 1,60 Euro für Studenten, 2,95 Euro für Beschäftige der Hochschulen und 3,35 Euro für Gäste.

Angeboten werden im Vollsemester vier warme Gerichte: es gibt immer ein vegetarisches Gericht, einen Eintopf und ein Fleischgericht. Dazu kommt noch ein Mensa-Tipp – gewissermaßen die Kür fürs Küchenpersonal. Außer dem Mensa-Tipp nämlich sind alle Rezepte zentral durch die Verwaltung der Hochschulgastronomie des Studentenwerks in Kiel vorgegeben. „Aber bei den Gewürzen dürfen wir variieren“, sagt Pietzsch schmunzelnd.

Den Mensa-Tipp versuchen sie variabel zu gestalten – angefangen bei veganem Essen über die bei Studenten beliebten Oster- und Weihnachtsgerichte bis hin zu Burger oder Mensa-Döner. „Auch dabei wird sich natürlich an dem überwiegend jungen Publikum orientiert“, erklärt Pietzsch. Als tägliches Angebot gibt es Currywurst-Pommes mit hausgemachter Currysoße, Ofenkartoffeln und eine große Salatbar.

Zwischen 1000 und 1200 Essen werden in der Mensa gekocht. Verkauft werden diese nicht nur auf dem Hauptcampus, sondern auch in den Außenmensen im Munketoft und im B-Gebäude der FH. Die 750 Sitzplätze der Hauptmensa werden ergänzt durch die Möglichkeit, bei gutem Wetter draußen an Holztischen zu sitzen. Außerdem gibt es eine kleine Cafeteria, unter Studenten bekannt als „Hildes und Carmens Café“, mit Loungebereich. Dort werden belegte Brötchen, Baguettes und Knuspermüsli verkauft – alles in der Mensaküche frisch zubereitet. Auch Donuts, Muffins, Cookies und Kaffeespezialitäten können Studenten dort kaufen. „Das meiste wird mit in die nächste Vorlesung genommen“, sagt Pietzsch. Die Cafeteria-Leiterin „hat ihre Studenten im Griff“, erzählt er. Da werde schon mal bei der guten Stube nachgeholfen, aber auch bei Liebeskummer unterstützt.

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