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Ehrenamtspreis : Das sind die Menschen des Jahres

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Seit 2002 zeichnet der sh:z das herausragende Engagement besonders aktiver Menschen mit dem Titel „Mensch des Jahres“ aus. Beim Ehrenamtspreis des Flensburger Tageblatts stehen erstmals auch zwei Gruppen zur Wahl.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 11:27 Uhr

Flensburg | Jahr für Jahr engagieren sich Bürger aus Flensburg und der Region ehrenamtlich für unser Gemeinwesen. Seit 2002 hat der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) das herausragende Engagement besonders aktiver und couragierter Menschen mit dem Titel „Mensch des Jahres“ ausgezeichnet – gewählt von den Lesern unserer Zeitung. Die Tageblatt-Redaktion startet ab heute zum fünften Mal mit einer eigenen regionalen Wahl. Vier Kandidaten stehen zur Wahl – zwei Einzelpersonen und zwei Gruppen von Menschen, die sich gemeinschaftlich für eine gute Sache engagieren. Wer nun „Mensch des Jahres 2015“ des Flensburger Tageblattes wird und beim Landesfinale dabei ist, haben unsere Leser ab jetzt in der Hand.

„Refugees Welcome – Flensburg ist ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Hilfe und Spenden für unsere neuen Nachbarinnen und Nachbarn zu organisieren und Begegnungen zu ermöglichen“ – so beschreibt sich das Bündnis selbst. Es entstand vor rund sieben Wochen, als von heute auf morgen Hunderte von Flüchtlingen im Bahnhof strandeten. Binnen kürzester Zeit musste Hilfe organisiert werden: Benötigt wurden Lebensmittel und Kleidung sowie Dolmetscher-Dienste und Unterstützung bei der Weiterreise. In beispielloser Weise stellten die Initiatoren die Hilfe auf die Beine, die bis heute anhält.

Der Förderverein zur Erhaltung der St.-Jürgen-Kirche Flensburg e.V. hat sich erfolgreich um die Sanierung der St. Jürgen-Kirche bemüht und insgesamt gut 140  000 Euro eingeworben und eingesammelt. Im Juli 2012 musste die Kirche kurzfristig geschlossen werden, weil Risse und weitere Schäden im Bauwerk entdeckt wurden. 2014 gelang es, das Gewölbe mit sechs Nirostahlstangen quasi zusammen zu schrauben. Mit mehreren kreativen Aktionen, darunter eine Auktion von Kunstwerken, hat der Verein um seinen Vorsitzenden Lars Jensen-Nissen das Geld eingesammelt.

Florian Lange rettete im Sommer bei einer Kanufahrt auf der Treene einen Familienvater vor dem Ertrinken. Dieser war mit einem Kanu gekentert, seine Rettungsweste hatte sich verhakt. „Ich habe in dieser Situation nicht überlegt“, erinnert sich der 31-Jährige, der als Jugendlicher einen Rettungsschwimmer-Schein gemacht hat. Er befreite den Mann und half ihm ans Ufer. Bei seiner Rettungstat verletzte Lange sich selbst.

Friedrich Engberding aus Langballig gründete den gemeinnützigen Verein „MS-Mobil“ , der speziell ausgestattete Wohnmobile an schwerstbehinderte Menschen kostengünstig verleiht, um ihnen einen Urlaub zu ermöglichen. Schon 2003 gründete er zusammen mit seiner ebenfalls an MS erkrankten und mittlerweile verstorbenen Frau den Verein, der danach zwei Spezialfahrzeuge angeschafft hat, die von insgesamt 157 Personen genutzt wurden.


 
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