Mittelangeln : Das schnelle Internet kommt

Bürgermeisterin Britta Lang und „nordischnet“-Geschäftsführer Michael Gotowy erläuterten den Breitbandausbau.
Bürgermeisterin Britta Lang und „nordischnet“-Geschäftsführer Michael Gotowy erläuterten den Breitbandausbau.

Bis 2021 sollen Breitband-Kabel im gesamten Amtsbereich Mittelangeln verlegt sein

shz.de von
25. Juni 2018, 13:58 Uhr

Die Freude auf eine schnelle Verbindung durch den Breitbandausbau ist in Mittelangeln groß. Zu einer Informationsversammlung hatte die Vorsitzende des Breitbandzweckverbandes, Mittelangelns Bürgermeisterin Britta Lang, in den „Satrup Krog“ eingeladen. Über 300 Interessierte waren gekommen, um zu hören, ab wann das schnelle Internet zur Verfügung stehen wird.

Dass es da noch einige Hürden zu überwinden gilt, machte Michael Gotowy von der Betreiberfirma „nordischnet“ deutlich. Die größte Hürde ist die Zahl der Teilnehmer. Mindestens 60 Prozent der Hausanschlüsse müssen bis zum 30. September ihre Bereitschaft zum Mitmachen erklären. Dazu wird „nordischnet“ die Bürger in der Gemeinde Mittelangeln direkt ansprechen. Unterlagen können telefonisch, im Internet oder im Servicebüro in Satrup, das im i-Punkt eingerichtet und dienstags von 15 Uhr bis 18 Uhr besetzt ist, angefordert werden.

Sowohl Britta Lang als auch Michael Gotowy zeigten sich zuversichtlich, die 60-Prozent-Hürde zu schaffen, denn der Vorteil eines Glasfasernetzes sei erheblich und werde den Wert eines Grundstückes erhöhen. Dazu gebe es ein überzeugendes finanzielles Argument, sich bis zum 30. September vertraglich zu verpflichten. Bis zu diesem Datum wird das Glasfaserkabel kostenfrei bis ins Haus gelegt. Danach müssen die Anschließer die Kosten vom öffentlichen Grundstück zu ihrem Gebäude selber zahlen. Da können schnell 1800 Euro zusammen kommen. Das bisher genutzte Kupferkabel reicht für die immer größer werdenden Datenmengen nicht mehr aus, das Glasfaserkabel dagegen überträgt wesentlich größere Datenmengen. „Mit diesem Kabel sind wir für die Zukunft gut aufgestellt“, unterstrich Britta Lang. Und Michael Gotowy ergänzte, dass verlegte Glasfaserkabel jederzeit erneuert werden könnten, ohne die Erde zu bewegen, da das Glasfaserkabel in einer Rohrleitung verlegt werde.

Zum Zeitablauf teilte die Bürgermeisterin mit, dass derzeit ein Planer ausgeschrieben sei. Diese Ausschreibung laufe bis Ende August.Danach beginnt die Feinplanung mit dem Ziel, noch im laufenden Jahr die Tiefbauarbeiten ausschreiben zu können, sodass die Hoffnung besteht, dass die Bagger im Frühjahr 2019 anfangen können. Die Arbeiten werden von West nach Ost verlaufen, da das Breitbandkabel in Havetoftloit an eine Hauptleitung angeschlossen wird. Bis 2020/2021 sollen die Arbeiten im gesamten Amtsbereich abgeschlossen sein. Die Anschlüsse erfolgen je nach Baufortschritt.

Britta Lang kündigte an, dass nach den Sommerferien in Sörup und Schnarup-Thumby Informationsveranstaltungen stattfinden. Dann werden die Kunden angesprochen und können sich anmelden.

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