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Es geht um Liebe : Das neue Programm von Salut Salon besteht den Glücksburg-Test

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bevor sie auf die großen Bühnen kommt, präsentierten die Hamburger Entertainerinnen im Strandhotel ihre aktuelle Show.

Glücksburg | Peng! Ein Geigenbogen knallt auf den Flügel. Hört sich an wie ein Schuss. Die Pianistin sackt zusammen wie von einer Kugel getroffen. Die Geigen spielen die Melodie aus „Ein Fall für zwei“. Da pirscht sich mit hassverzerrtem Gesicht die Cellistin mit der langen Spitze ihres Instruments heran, um einer der Geigerinnen den Garaus zu machen.

Kapitalverbrechen, Drama, aber auch Zärtlichkeit und Romantik – die Spielarten der Liebe sind bekanntlich unerschöpflich. Ideal für einen musikalischen Abend, dachten sich die vier Musikerinnen von „Salut Salon“. Nach „Dichtung und Wahrheit“ und „Karneval der Tiere“ heißt ihr neues Programm schlicht „Liebe“. Noch bevor es auf die großen Bühnen kommt – am 19. Juli ist Hauptpremiere im Hamburger Thalia Theater – fanden jetzt nach einwöchigen Proben zwei ausverkaufte Aufführungen im Glücksburger Strandhotel statt.

Wie immer bei Salut Salon sind neben vereinzelten Eigenkompositionen temperamentvolle Kreationen nach Tango-Nuevo-Begründer Astor Piazzolla dabei, aber auch Prokofiev (Romeo und Julia), Romanzen nach Robert Schumann, Beethoven, ein georgisches Wiegenlied, polnische Gesänge, Edvard Griegs „Tanz der Trolle“.

Temporeich, bisweilen noch ein wenig atemlos, führen die vier Hamburgerinnen durch das abwechslungsreiche Programm, spielen mit einer Handpuppe und auf unterschiedlichen Instrumenten. Neben der musikalischen Begabung glänzen sie auch schauspielerisch. Von der kritisch distanzierten Partnerin bis zur schmachtenden Neu-Verliebten wirkt alles überzeugend. Als Zugabe bringen die vier Hamburgerinnen ihre ungewöhnliche und inzwischen sehr bekannte Vivaldi-Einspielung: Geigen werden hinter dem Rücken gespielt, die Pianistin spielt rückwärts liegend, Hände über dem Kopf verschränkt und das Cello steht Kopf. Mit einem Potpourri aus Melodien und Gefühlen geht das Publikum nach Hause.

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