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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:47 Uhr

Das Museum zwischen gestern und morgen

vom

Anke Spoorendonk eröffnet den Internationalen Museumstag für Schleswig-Holstein

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Flensburg | Hoher Besuch im Schifffahrtsmuseum: Zum Auftakt des Internationalen Museumstages trafen sich gestern Vertreter der norddeutschen Kulturszene an der Flensburger Schiffbrücke. Die Ministerin für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein, Anke Spoorendonk, eröffnete den Aktionstag mit den Worten: "Die Definition dessen, was unser kulturelles Erbe ausmacht, ändert und ergänzt sich mit dem Verlauf der Geschichte ständig." Dazu gehörten auch Erinnerungs- und Lernorte aus den Zeiten der Diktaturen oder Gedenkstätten an ihre Opfer. "Die Landesregierung will bei mehr jungen Menschen das Verständnis für Kultur erwecken und das Angebot einer kulturellen Bildung für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen ausweiten. Hier spielen die Museen eine bedeutende Rolle - nicht zuletzt mit der Museumscard", betonte die Flensburgerin.

Jörn Henning Wolf, Vorsitzender des Museumsverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg, freute sich in seiner Rede über das vielfältige Angebot der Museen in Schleswig-Holstein zum Internationalen Museumstag, der das Motto "Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten: Museen machen mit!" trägt.

Nach den Begrüßungsworten galt es, das Museum zu erkunden - ob beim Mal-Workshop mit der Flensburger Künstlerin Ute Meyer in ihrer Ausstellung "Spülsaum" oder bei der Führung über "Sklaven, Zucker, Rum" mit dem Leiter des Schifffahrtsmuseums Thomas Overdick.

Seit 1999 wird der Internationale Museumstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. Der Internationale Museumstag möchte auf das breite Spektrum der Arbeit und die thematische Vielfalt der Museen in aller Welt aufmerksam machen. Gleichzeitig ermuntert er die Besucher, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Wie keine andere Institution bewegen sich die Museen an der Schnittstelle zwischen erinnerter Vergangenheit und Gestaltung von Zukunft. Es gehört zu den ureigenen Aufgaben der Museumsarbeit, das kulturelle Erbe zu bewahren, auszustellen und zu vermitteln.

Der Internationale Museumstag, seit Jahren vom Land Schleswig-Holstein gefördert, ist aber auf die Unterstützung des Sparkassen- und Giroverbands Schleswig-Holstein angewiesen. Dieser versteht sich aufgrund seiner regionalen Verbundenheit und Gemeinwohlorientierung als Partner der Museen. So fördert die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein den Internationalen Museumstag auch dieses Jahr mit 12 000 Euro.

Seit 2002 übernimmt der Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg die Organisation des Internationalen Museumstages in Schleswig-Holstein, der sich mittlerweile zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt hat. 2013 beteiligen sich rund 70 Museen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es lediglich 22. Sonderführungen, Workshops, Aktionen, Vorträge, ein Blick hinter die Kulissen und Museumsfeste vermitteln gemäß des Mottos einen Einblick in ihre Arbeit und machen deutlich, wie Museen als Horte des kulturellen Erbes zugleich die Welt von morgen mitgestalten.

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