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Oberbürgermeisterwahl in Flensburg : Das Halbfinale kann das Endspiel sein

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wer darf wählen – oder was ist, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung nicht finde? Häufige Fragen und Antworten zur OB-Wahl

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2016 | 23:52 Uhr

Es wird ein Halbfinale, das – wenn es für einen der vier Kandidaten perfekt laufen sollte – schon das erfolgreiche Finale gewesen sein kann. Dann nämlich, wenn einer der vier OB-Kandidaten Simon Faber (SSW), Simone Lange (SPD), Kay Richert (FDP) oder Jens Drews (parteilos) die absolute Mehrheit der Stimmen holen sollte. Das wären mindestens 50,01 Prozent – eben mehr als alle drei Mitbewerber zusammen. Das gilt nicht als wahrscheinlich.

76.489 Flensburger sind am Sonntag aufgerufen, den OB für die Jahre 2017 bis 2022 zu wählen. Engagierte Flensburger hoffen, dass die Wahlbeteiligung nach Jahren des stetigen Rückgangs endlich wieder steigt. Bei der letzten Wahl schafften gerade 20.221 der damals 73.539 wahlberechtigten Flensburger den Weg an die Urne – 27,8 Prozent. Und bei der Stichwahl entschieden am Ende 17.043 Flensburger das Finale – 23,3 Prozent. Damit wurde Simon Faber mit 9236 Stimmen klarer Sieger (über 1600 Stimmen Vorsprung). Bezogen auf alle Wahlberechtigten bedeutete das für den Gewinner eine Wahlquote von 12,6 Prozent – da ist es verständlich, dass sich alle Kandidaten eine höhere Wahlbeteiligung als Legitimation für den direkt gewählten Verwaltungschef wünschen.

Was man sonst noch vor der OB-Wahl wissen sollte:

Wer darf wählen? Alle Flensburger ab 16 Jahren, die seit mindestens sechs Wochen in der Stadt mit Hauptwohnsitz leben, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder Mitglied eines der 28 EU-Staaten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Wie viele dürfen wählen? Es gibt 76.489 Wahlberechtigte. Der Wahlbezirk mit den meisten Wahlberechtigten ist das Bildungszentrum am Sandberg (Ex-Löhmannschule/2166), die wenigsten mit 1328 erwartet das Taruphus. 

Wieviele haben bislang schon gewählt? 4600 Flensburger hatten bis gestern Briefwahlunterlagen beantragt – das sind rund 1600 mehr als vor sechs Jahren. Dies lässt aber noch nicht automatisch auf eine höhere Wahlbeteiligung schließen, da der Trend zur Briefwahl weiter zunimmt.

Gibt es bei der Briefwahl Probleme beim Versand, zum Beispiel wenn jemand Wahlunterlagen doppelt zugeschickt bekommt? Solche Probleme sind der Stadt um Wahlleiter Oliver Hillebrand nicht bekannt. 

Fällt es auf, wenn jemand zweimal wählt und wie? Grundsätzlich gilt: Jeder darf nur einmal seine Stimme abgeben. Alles andere könnte auffallen – und wäre Betrug.

Was muss man zur Wahl mitbringen? Man sollte möglichst Wahlbenachrichtigung und Ausweis mitbringen. 

Was ist, wenn man keine Wahlbenachrichtigung hat? Die Stimmabgabe ist im Wahllokal auch möglich, wenn die Wahlbenachrichtigung nicht vorgelegt wird. Dann ist die Teilnahme an der Wahl auch mit Personalausweis/Reisepass oder anderen amtlichen Ausweisdokumenten möglich.

Wieviele Wahlhelfer gibt es? Zur OB-Wahl sind rund 400 Wahlhelfer im Einsatz. Sie arbeiten freiwillig, viele davon bereits seit Jahren oder Jahrzehnten. Bei der komplizierteren Bundestagswahl werden mehr Wahlhelfer benötigt. 

Was ist neu bei den Wahlbezirken und Wahllokalen? Einige Wahlberechtigte aus dem Wahlbezirk 6 im Norden (Schwalbenstraße, Spechtstraße und Amselstraße) werden dem Wahlbezirk 5 zugeordnet (neues Wahllokal: Kita Neustadt). Veränderungen gibt es auch in der Gartenstadt in den Wahlbezirken 17 und 18. Hier müssen die betroffenen Wähler jedoch nur einen anderen Wahlraum in der Dänischen Schule Weiche aufsuchen. Dies sei notwendig gewesen, um weiter eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Wahlberechtigten auf die 44 Bezirke zu erreichen, so die Stadt.

Wann wird Sonntag mit dem Wahlergebnis gerechnet? Zwischen 19.30 und 20 Uhr.

Wann wäre die Stichwahl, und wann beginnt dafür die Briefwahl? Für die Stichwahl am 19. Juni werden die bereits zur Hauptwahl beantragten Briefwahlunterlagen ab 8. Juni automatisch versandt. Online kann man sie ab Montag beantragen. Persönlich wählen im Raum E 67 wäre dann wieder ab Donnerstag möglich.

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