13. Flensburger Tummelum : Das große Innenstadt-Getummel

Sorgten für gute Stimmung: Die Jugend-Big-Band  des  Alten Gymnasiums unter der Leitung von Martin Grosser auf der Bühne am Südermarkt.  Foto: Staudt
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Sorgten für gute Stimmung: Die Jugend-Big-Band des Alten Gymnasiums unter der Leitung von Martin Grosser auf der Bühne am Südermarkt. Foto: Staudt

100 Stunden feiern: Zigtausend Besucher kamen zum Flensburger Tummelum. Neben der Musik sorgte eine Überraschungseinlage der SG Flensburg-Handewitt für Stimmung.

shz.de von
29. Mai 2012, 05:04 Uhr

Flensburg | Strahlende Sonne über den Bühnen des Tummelums. Auf dem Südermarkt, an der Holmnixe, an der Heiligengeistkirche und auf dem Willi-Brandt-Platz wurde fast 100 Stunden gefeiert. Die Musik reichte von Shantychor über Rockabilly bis zum Hip-Hop. Zwischen Freitag und Sonntagabend strömten Zigtausende in die Flensburger Innenstadt.
Nach Angaben von Michael Reinhardt, Veranstalter des Festivals, spielte jedoch nicht nur das Wetter mit. "Das 13. Tummelum war das erhoffte heitere Flensburger Bürgerfest, so Reinhardt. In der Fußgängerzone sei kein Durchkommen mehr gewesen, der Südermarkt sei überfüllt gewesen mit Menschenmengen und am Hafen hörte man noch Stunden nach dem Auftritt der Band "Ludwig Van" Leute, die sich es sich nicht nehmen lassen wollten, immer wieder ihren Lieblingssong anzustimmen. Das Konzert der ehemaligen Schulband der Duborg-Skolen war einer der Publikumsmagnete. Ihr Auftritt auf dem Willi-Brandt-Platz lockte viele Menschen an - trotz des parallelen Eurovision Song-Contest. Im Publikum waren nur begeisterte Gesichter zu sehen.
Wie viele Besucher es wirklich waren, bleibt ein Geheminis
Das Tummelum-Angebot war bunt gemischt. So machten die Fördemöwen den Auftakt, die Flensburger Stadtbläser unterhielten mit Joe Cockers "Up where we belong" am Sonntag und "Abba Fever/Nightfever" ließen die Leute zu Mamma Mia am Sonnabend tanzen. "Und auch die Kleinkünstler bekamen ordentlich Aufmerksamkeit", freut sich Reinhardt. Zauberei, Jonglage und Artistik waren dabei. So sah man unter anderem Salvatore Sabbatiano auf einer Bank in der Fußgängerzone sitzen. Um ihn herum Kinder mit großen Augen, jedes mit einem Ballon in der Hand. "Und jetzt hier drehen, da drehen und schwupps: Der Hund ist gemacht."
621 Kulturdarstellende waren dabei. Wie viele Besucher es waren, das bleibt eher ein Geheimnis. "Etliche Tausend", ist Reinhardt sicher. "Zwar war eine Woche zuvor erst die Rumregatta gewesen, und parallel liefen auf dem Schlachthofgelände die "72,5 hours" - aber die Flensburger zeigten sich unter diesen hochsommerlichen Bedingungen in ausgesprochener Feierstimmung.
Brautpaar verzögerte Musik auf dem Südermarkt
Ein Höhepunkt sei der Open-Air-Gottesdienst am Sonntag auf dem Südermarkt gewesen. Denn die Orgelmusik wurde über eine Anlage nach draußen übertragen. "Wann erlebt man schon mal, dass der Organist in der Kirche sitzt und die Gemeinde davor", schmunzelt Reinhardt. Genauso aufregend war die Hochzeit in der St.Nikolai Kirche. "Da hat ein Paar geheiratet, deshalb haben wir mit der Musik gewartet und dann kamen sie auf die Bühne und wurden gefeiert", erzählt Reinhardt.
Kurz danach wurden die nächsten gefeiert: Die SG Flensburg-Handewitt trat vor knapp 2000 Fans und zeigte den am Freitag erkämpften Europa-Pokal. "Für uns ist es einfach wunderbar, dass hier ein reines Flensburger Angebot dargeboten wird", so Reinhardt, "so viele Musiker, Tänzer und weitere Künstler aus Flensburg." Das soll auch so weitergehen: "Wir rechnen fest mit dem nächsten Tummelum in zwei Jahren."
Im vergangenen Jahr sei das Fest zwar ausgefallen, aber es war das erste und einzige Mal seit 1984, dass in Flensburg nicht "getummelt" wurde. "Das war wirklich ein schönes Fest voller Leben - und so wird es weitergehen."

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