Neujahrsempfang in Flensburg : Das große Fest der Bürger

Volles Haus im großen Saal: Viel Applaus bekam das deutsch-dänische Marimba-Duo „Just Us“. Fotos: Marcus Dewanger
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Volles Haus im großen Saal: Viel Applaus bekam das deutsch-dänische Marimba-Duo „Just Us“. Fotos: Marcus Dewanger

Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar bringt neue Städtepartnerschaften ins Spiel / Rund 2000 Besucher gestern im Deutschen Haus

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15. Januar 2018, 06:35 Uhr

Eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Dänemark und mit der russischen Stadt Pensa – das regte Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar in ihrer Rede beim Neujahrsempfang der Stadt gestern im Deutschen Haus an. Und sie ermunterte die Bürger, bei der Kommunalwahl am 6. Mai nicht nur die Stimme abzugeben, sondern sogar selbst zu kandidieren und in der Ratsversammlung Verantwortung zu übernehmen.

Die oberen Ränge waren voll, ebenso die drei Stuhlreihen im Saal. Auf rund 2000 schätzt die Stadt die Zahl der Besucher beim 33. Neujahrsempfang, zum 15. Mal charmant und flüssig moderiert von Holger Heitmann. Die bewährte Mischung aus Jahresrückblick und Kabarett, Tanz und Musik, Information und Ehrenamt stimmte auch diesmal, ebenso die jazzlastige Begrüßungsmusik der Stadtbläser. Die Mädchen der Harrisleer Ballettschule begeisterten ebenso wie die Rock’n’Roll-Tänzer der Flying Saucers.

Kritisches auf Petuh zu allerlei „tumpigen Fehlentwicklungen“ gab es diesmal von den beiden Putzfrauen Rosi und Susi in Vertretung von Fru Krischansen und Fru Karagüs, die „schiet zupass“ waren und absagen mussten. Sie fragten, was denn zehn Jahre Weihnachtsmarkt gegen 700 Jahre Wochenmarkt seien; der Weihnachtsmarkt „kann doch flytten so richtich schön anne Hafenspitze!“ Großer Applaus aus dem Auditorium. Parkhaus Wilhelmstraße: „Was für ein tumpigen Gedanken und kommen ßu!“ Auch die Enteignung für den Bau der K8, die Jagd auf die Rehe im Volkspark, die Räumung der Harniskaispitze, die Tricks mit den Sozialwohnungen nahmen Hilke Rudolph und Nazli Süchting spitzzüngig aufs Korn: „Was denken die sich? – Liebbe, mich deucht, die denken nicht!“

Die Stadtpräsidentin setzte Schwerpunkte beim Thema Minderheiten, freute sich über dänische Touristen in der Stadt und nannte das deutsch-dänische Flair in der Stadt, das es zu bewahren gelte. Eine großen Dank richtete sie an die Menschen des Jahres, die drei früheren Chefärzte, die sich für den Bau eines gemeinsamen Krankenhauses stark gemacht hatten. Die beiden Krankenhaus-Träger werden auch in Zukunft eine gute medizinische Versorgung sicherstellen – „gemeinsam“, rief jemand aus dem Publikum. Eine Anspielung auf den Plan der Kliniken, keine gemeinsame Trägerschaft zu installieren.

Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge das Gastrecht missbrauchen und sich einer Integration verweigern, machte Swetlana Krätzschmar klar. Einen Dank richtete sie auch die zahlreichen Polizisten im Landesdienst. Im zweiten Set setzten die Band Pubforce und später die Uni-Bigband Glanzlichter.

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