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Phänomenta : Das Geheimnis der vielen Geburtstage

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sie setzte bundesweit Trends: Die Phänomenta feiert 2015 ihr 20-jähiges Bestehen am Nordertor. Das Programm für das Jubiläumsjahr steht bereits.

Flensburg | Es ist nicht einfach, die Phänomenta in einem Wort treffend zu beschreiben. Science-Center? Der englische Begriff hilft nur denen, die es sowieso schon kennen. Ober besser Experimentiermuseum? Hört sich ein bisschen verstaubt an, was die Phänomenta nun gar nicht ist.

Richtig ist auf jeden Fall: Die Phänomenta mit rund 170 Exponaten zum Selber-Ausprobieren ist die erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland – und hat in der Folge Geburtshilfe für so manches naturwissenschaftliche Erlebniscenter bundesweit gegeben.

In diesem Jahr feiert das Haus an der Norderstraße Geburtstag. Es ist der 20. oder 25. oder sogar schon der 30. – je nachdem, welches Datum die Naturwissenschaftspädagogen zugrunde legen (siehe Kasten). „1995 war die Phänomenta das einzige Science-Center in Deutschland“, erinnert sich Geschäftsführer Achim Englert. Heute gebe es 20 bis 25 Einrichtungen bundesweit: „Viele davon haben wir mit angeschoben“ – alle mit dem gleichen Ziel: Natur und Wissenschaft begreifbar machen.

„Das Jubiläumsjahr 2015 ist für uns besonders wichtig“, sagt Pressesprecherin Catrin Anrich. Dabei will sich das Science-Center auch selbst Geschenke machen. Das erste steht schon – und noch bis 26. März im Phänomenta-Anbau. „Switzerball“ heißt das atemberaubende Technik-Spektakel, die größte Kugelbahn der Welt, die Förderer Thomas Liebelt nach Flensburg holte.

Ende des Monats wartet im Saal des Lichts ein ungewöhnliches Puppentheater für Kinder – „Das geheime Labor“ von der Umweltbühne aus Chemnitz. Karten gibt es noch für die Vorstellungen am 28. Februar um 14 Uhr und um 16 Uhr (ab 6 J.).

Ein öffentlicher Science Slam im Frühjahr, die Neuauflage des Cafe Lichtlos im Nordertor vom 14. März bis zum 26. April oder die Effekthascherei vom 3. Juli bis 17. September – das Programm für das Jubiläumsjahr steht – bevor vom 4. bis 6. September das eigentliche Jubiläumswochenende startet.

„2015 ist für uns auch ein wichtiges Jahr, was die Finanzlage betrifft“, sagt Geschäftsführer Englert – nicht nur, weil die derzeit rund 25 studentischen Mitarbeiter durch den Mindestlohn zusammen rund 45  000 Euro teurer werden. Engert und der Vereinsvorsitzende Michael Kiupel sind sich einig: „Wir müssen etwas tun, um die Phänomenta als führende Einrichtung zukunftssicher zu machen.“ Immerhin: Durch (konstante) Eintrittspreise, Mitgliedsbeiträge, Exponateverkauf und -verleih und einige treue Unterstützer finanziert sich die Phänomenta fast zu 100 Prozent eigenständig. Die Stadt stelle immerhin das Haus mietfrei.

Natürlich gebe es auch Exponate, die in die Jahre gekommen sind, sagt Englert. Aber an der entscheidenden Stellschraube können selbst die Naturwissenschaftler nichts ändern: Entscheidend für den Besuchererfolg vor allen in den Schulferien ist das Wetter: Von den gut 60000 Besuchern 2014 kamen im heißen Juli weniger als 6000 Gäste, im regnerischen August dagegen mehr als 12000.

 

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erstellt am 09.Feb.2015 | 14:30 Uhr

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