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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 04:33 Uhr

Langballig : „Das Gasthaus bleibt“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Pächterin der „Station L“ in Langballig tritt Gerüchten entgegen.

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Langballig trat der Bürgermeister Gerüchten entgegen, dass die Pächter der gemeindeeigenen Gaststätte „Station L“ den Betrieb aufgeben wollten. „Davon kann keine Rede sein! Und das gilt ebenso für das Landhaus Unewatt“, so Peter Dietrich Henningsen. Auf Nachfrage stellte auch die Pächterin der „Station L“, Bea Peters, klar: „Das Gasthaus bleibt. Ich denke gar nicht daran, die Gaststätte aufzugeben.“

An der Wahl eines Vorsitzenden für den Finanzausschuss schieden sich dann die Geister. Der SSW-Fraktionsvorsitzende Sven-Ole Nissen war im Mai mit Mehrheit von der Gemeindevertretung vom Ausschussvorsitz abberufen worden. Die CDU-Fraktion hatte damals ihren Antrag unter anderem mit Vertrauensverlust begründet (wir berichteten). Das Vorschlagsrecht zur Neuwahl lag beim SSW und bei der Bürgerliste (BL), die beide über die gleiche Anzahl an Sitzen verfügen. Nils Pfeiffer, Fraktionsvorsitzender der BL, verzichtete auf einen Vorschlag. Daraufhin schlug Nissen sich selbst vor. Mit sechs Ja- und acht Nein-Stimmen wurde er aber abgelehnt. Der fraktionslose Gemeindevertreter Frank Hansen, vor einem Jahr aufgrund seiner AfD-Mitgliedschaft aus der BL-Fraktion aus- und vom Vorsitz im Finanzausschuss zurückgetreten, beklagte ein „destruktives Abstimmungsverhalten“ der CDU. Für deren Fraktion machte Kurt Brodersen deutlich, dass erst eine Entschuldigung Nissens zu einer neuen Sicht der Dinge führen könne. Er kündigte an, auch in Zukunft werde kein anderer Personalvorschlag unterbreitet.

Yvonne Spring-Renken, Vertreterin der Amtsverwaltung, wies auf mögliche Folgen hin, wenn der Posten des Ausschussvorsitzenden längere Zeit unbesetzt bleibt. Der Stellvertreter dürfe höchstens fünf Monate tätig sein. „Ab Mitte Oktober kann der Finanzausschuss nicht mehr rechtswirksam geladen werden und ist dann nicht mehr arbeitsfähig.“ Nach der Hauptsatzung der Gemeinde sei er alleine auch zuständig für die Prüfung der Jahresrechnung. Ohne Jahresabschluss erlaube die Kommunalaufsicht keine Kreditaufnahme. Diese werde aber 2018 wegen des Neubaus der Kläranlage unumgänglich.

Um dieses millionenschwere Vorhaben ging es im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Martin Müller, Beratender Ingenieur beim Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH), stellte das Ergebnis der Ausschreibung von Planungsleistungen zum Neubau der Kläranlage in Unewatt, die gemeinsam von Langballig und Westerholz betrieben wird, vor. Aufgrund der komplizierten europäischen Vergaberichtlinien erläuterte er nicht nur das Ergebnis, sondern ergänzte es um eine ausführliche Bewertung. Im Anschluss erteilte die Gemeindevertretung einstimmig den Planungsauftrag. Diese Entscheidung wird umgehend den unterlegenen Bewerbern mitgeteilt. Dagegen können sie noch bis zum 30. Juli Einspruch einlegen. Erst danach folgt die Information der Öffentlichkeit.

Bei den Berichten zu Beginn der Sitzung hatte zunächst Brodersen als Vorsitzender des Bauausschusses eine Informationsveranstaltung bei „Artefact“ in Glücksburg über E-Mobilität angesprochen. Der Bürgermeister regte in diesem Zusammenhang das Einrichten von drei Ladestationen (Station L, Edeka-Markt und Parkplatz Langballigau) an.

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