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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 11:54 Uhr

Folk Baltica : Das Festival der Stimmen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Im kommenden Jahr dauert Folk-Baltica neun Tage und kommt mit Künstlern aus Bayern, Irland, Kanada, Skandinavien und dem Baltikum

Flensburg | So früh stand das Festival-Programm noch nie: Fast fünf Monate vor Beginn der 12. Folk-Baltica stellte Harald Haugaard, künstlerischer Leiter des Festivals, das Programm und die Hauskünstlerin vor; seit gestern läuft auch der Vorverkauf. Im Mittelpunkt der zwölften Ausgabe steht die menschliche Stimme.

2016 kommt Folk-Baltica ohne eine zentrale Spielstätte aus. Mit den beiden Hauptkonzerten in Flensburg geht das Festivalteam ins Stadttheater und in die St. Jürgen-Kirche. Und schon vier Tage vor dem Eröffnungskonzert, das traditionell im Sonderburger Alsion über die Bühne geht, beginnt das Festival mit einem Auftaktkonzert im Nordsee-Congress-Centrum Husum. Insgesamt werden allein in Flensburg acht Bühnen bespielt; dazu kommen zwölf weitere Orte in Schleswig-Holstein bis hinunter nach Bad Oldesloe. In Dänemark sind fünf Orte auf der Festival-Landkarte verzeichnet. In Flensburg ist die Kirche der Diako erstmals mit dabei.

Die Vielfalt der Stimmen, die Harald Haugaard für das zwölfte Festival zusammen gestellt hat, ist atemberaubend. Da kommen kleine Chöre aus Lettland und Litauen, da kommen Liedermacher oder Singer/Songwriter aus Deutschland, Dänemark, Irland und der Schweiz. Mit Christian Schöne ist einer dabei, der als junger Sänger vor 1990 schon zahlreiche Fans in der DDR hatte. Sønderjyllands Pigekor (Mädchenchor) singt beim Eröffnungskonzert im Alsion, und mit Kraja ist eines der besten Vokalensembles überhaupt mit dabei.

Auch die Hauskünstlerin hat Stimme: Keike Faltings von der Insel Föhr gastiert mit ihrer Band „Kalüün“ in Bad Oldesloe und bildet mit Antti Järvelä (Mandoline, Kontrabass) aus Finnland und Susanne Paul (Cello) aus Berlin ein Festivaltrio. Als „artist in residence“ ist sie dauerhaft beim Festival präsent und tritt besonders häufig auf.

Unter Harald Haugaard werden nicht zuletzt die regionalen Grenzen des Festivals immer mehr gesprengt. Aus Oberammergau kommt das Quartett „Kofelgeschroa“ mit bayerisch-schrägen Klängen, während der Kanadier Buddy MacDonald eher der Folktradition verhaftet ist. „Folk-Baltica ist nicht nur Folk“, sagt Haugaard, „sondern einfach gute Musik.“

Torge Korff, Vorsitzender des erst ein Jahr alten Trägervereins, zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Zukunft des Festivals. Es wurden neue Sponsoren hinzugewonnen, der Etat werde 2014 bei 240000 Euro liegen und im Jahr darauf wohl auf 280  000 Euro wachsen.

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erstellt am 01.Dez.2015 | 19:16 Uhr

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