Tempelhof : Das Familienfest im Hinterhof

Im Bau: Jill (7) und Vater Sven Klose basteln.
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Im Bau: Jill (7) und Vater Sven Klose basteln.

Das fünfte Stadtteilfest zum Jubiläumsjahr brachte die Familien um den Tempelhof am Wochenende einander näher - bei Kaffee und Klönschnack.

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21. September 2009, 12:43 Uhr

Flensburg | Vermutlich nur wenige Flensburger kennen den "Tempelhof", ein idyllisches Hinterhof-Ensemble im Norden der Stadt, wo vor allem Alleinstehende und Kleinstfamilien in Mehrfamilienhäusern leben. Am Sonnabend rückte der Selbsthilfe-Bauverein (SBV) dieses von ihm verwaltete Viertel mit einem Sommerfest in den Mittelpunkt. Anwohner und Gäste trafen sich zu Kaffee und Kuchen, zu Grillwurst und Stockbrot, zum Reden.

Gunnar Hahn, Kundenberater beim SBV, wurde von sechs Kollegen unterstützt, als er über das Wohnen in dem vor acht Jahren grundlegend renovierten Quartier informierte. Die Anwohner des Tempelhofs leben, durch die Wohnblocks an der Apenrader Staße 80 bis 100 abgeschirmt, sehr ruhig und nahe dem Erholungsgebiet Ostseebad.

Andreas Bundels, Polizeihauptkommissar von der Station am Ostseebadweg nutzte die Gelegenheit, um mit den Menschen des Viertels ins Gespräch zu kommen. "Etwas, das im Alltagsgeschäft viel zu kurz kommt", bedauerte der Polizeibeamte.
Kinder im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Festes standen aber eindeutig die Kinder. "Einfach herrlich hier", fand Katja Teicke aus dem benachbarten Tondernweg, die ihre Kinder zum ausgiebigen Toben auf der Hüpfburg begleitete. Mit großer Geduld beaufsichtigte Björn Schröder vom Spielmobil die Kinder, die hier mit einem überdimensionalen "Vier gewinnt" ihre Pfiffigkeit unter Beweis stellten, mit Plastikkeulen jonglierten oder wilde Sprünge mit einem Hüpfball machten.

An einer haushohen Kletterwand aus Luftpolstern versuchten die Kinder, ausgerüstet mit Helmen und gesichert durch Seile, auf das Dach zu gelangen. An anderen Ständen wurden Musikinstrumente gebastelt oder mit Pfeil und Bogen gezielt. Die Geldbörsen konnten Papi und Mami diesmal stecken lassen. Unterstützer des Ereignisses waren der TSB Flensburg, die Stadtpiraten und das Jugendzentrum für ausländische Arbeiterkinder (AAK). Sie luden auch zu Stockbrot und Schminken ein. Und so knabberte mancher Dreikäsehoch mit Katzengesicht seelig sein geröstetes Teigstück von einem Ast.

Zu den Genießern des Straßenfestes gehörte Gertrud Andresen, die vor ihrer Haustür ausgiebig klönen konnte.

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